Dienstag, 29. Oktober 2013

Kürbishof - Kürbispirat - Kürbisrezept

Endlich habe ich es geschafft: gestern war ich aufm Kürbishof Ligges!


Es hat mir total gut gefallen und ich war von der Vielfalt der Kürbissorten und den Deko-Sachen beeindruckt. Und, nun ja, meine Arme wurden recht schnell immer schwerer, weil immer mehr Kürbisse mit mir mit wollten...




Abends hab ich dann noch mit meinem kleinen Piratenfreund gebastelt. Und ratet mal, was es war?!
Na klar, ein Piratenkürbis! :-)

(Wobei die Piratenmutter zusammen mit dem kleinen Piraten bereits das Aushöhlen und das Schnitzen gemacht hatte. Ich war also nur noch für die Piratensachen drumherum zuständig. Der kleine Pirat war Feuer & Flamme!)



Heute habe ich mich dann auf den noch bei mir rumliegenden Hokkaido-Kürbis gestürtzt und ihn zu einem Mittagessen verkocht. Das tolle am Hokkaido ist, dass man ihn nicht schälen muss, weil die Schale beim Kochen weich wird. Herausgekommen ist dabei:

"Hokkaido mit Nüssen"-Püree


Kürbis Hokkaido Rezept Pürree einfach ebook Rezeptesammlung

 Das vollständige Rezept findet ihr in meiner Rezeptesammlung "Ganz große Kürbisliebe"!







NACHTRAG vom 31.10.13

Mit diesem Blogpost nehme ich teil am

Blogevent “Die Flotte Rolle” 

von  http://www.kochmaedchen.de! 

Nähere Infos hier: klick.




Sonntag, 27. Oktober 2013

Piratentorte - ohne Ei -

Ein kleiner Pirat ist mein Freund. Er ist sehr mutig. Schon oft hat er die Welt umsegelt. Er ist auf den Weltmeeren zuhause. Selten zeigt er Angst (außer, wenn Eier in seinem Essen sind, weil er gegen die allergisch ist). Mutig kämpft er gegen die Unbillen der Natur, fleißig raubt er sich Schätze zusammen und hat bereits viel erlebt. Hin und wieder nimmt der kleine Pirat mich mit auf seine Abenteuer.

Vor kurzem ist der kleine Pirat unglaubliche 5 Jahre alt geworden! FÜNF! Ganz schön alt für einen so kleinen Piraten!

Und weil der kleine Pirat ja keine Eier essen darf, ist es immer so eine Sache mit Torten für ihn. Dieses Jahr habe ich ihm deshalb eine Torte ganz ohne Eier gebacken:


Insgesamt sind innendrin übrigens drei Sahne-Füllungen: Vollmilch, Zartbitter und Vanille! 

Folgendermaßen bin ich vorgegangen:


Zutaten

für die Sahne-Füllungen: 

100 gr Zartbitterschokolade
100 gr Vollmilchschokolade
3 Becher Sahne
50 gr weiche Butter
1 Pck. Vanille-Qimiq (Ich hab das vom letzten Österreichurlaub. Nähere Info hier: klick.)
3 Eßl Zucker

für die Böden: 

200 gr Weizenmehl
100 gr Speisestärke
1/2 Päckchen Backpulver
60 gr Kakaopulver 
8 TL NoEgg (Das ist ein Ei-Ersatz. Ich habe es von hier: klick.)
8 TL Wasser
     (NoEgg + Wasser können durch 10 Eier ersetzt werden, kommt aufs selbe raus!)
300 gr Zucker (mit einer Vanilleschote zusammen aufbewahrt oder separat 1 Pck. Vanillezucker)
1 Prise Salz

für die Deko:

blaue Lebensmittelfarbe
Zuckerfiguren in Piratenform (meine hab ich bei Kaufland gefunden)
Holzspieße
Piratenbastelpapier
Heißkleber

Zubereitung


ACHTUNG: 
Die Zartbitter- und die Vollmilchfüllungen müssen bereits 1 Tag vorher vorbereitet werden!
Am nächsten Tag müssen die Böden nach dem Backen 3 Stunden auskühlen.
Also genügend Zeit einplanen!


1 Becher Sahne in einem Topf, 1 Becher Sahne in einem anderen Topf langsam erwärmen (nicht kochen!). Die Schokotafeln einzeln kleinhacken. Jeweils 1 Schokotafel in einen 1 Topf geben und hierin etwa 5 min. schmelzen lassen. Dann mit einem Schneebesen umrühren bis eine glänzende Masse entstanden ist. Über Nacht (mind. 8 Stunden) im Kühlschrank kalt stellen.

Für den Teig Mehl, Speisestärke, Backpulver und Kakaopulver verrühren.
In einer kleinen Schüssel das NoEgg mit dem Wasser mit einem kleinen Löffel verrühren. Dann unter die Mehlmischung rühren. Zucker und Salz dazugeben. Alles mit einem Handrührgerät für ca. 3 Minuten ordentlich durchrühren, damit der Teig schön luftig-locker wird.

Ich habe eine Kastenform und eine kleine Backform (meine stammt noch von vor Jahren von IKEA) mit Backpapier ausgelegt und den Teig hierein verteilt. Auf dem Rost im Backofen bei etwa 180 Grad für 35 - 40 min backen (variiert je nach Backofen!). Einfach am Ende mit einem Holzstäbchen o. ä. reinstechen und schauen, ob der Teig gut ist.

Danach die Formen auf ein Kuchenrost stellen. Die Böden in den Formen für etwa 10 min. auskühlen lassen. Dann an den Rändern vom Backpapier anfassen und vorsichtig rausheben. Die Böden müssen nun etwa 3 Stunden auskühlen. 


Nun habe ich mir auf einem karierten Blattpapier eine ungefähre Schiffs-Spitze ausgeschnitten. Diese habe ich dann auf den länglichen Boden gelegt und mit einem Brotmesser vorsichtig ausgeschnitten. Erkennt ihr auf dem nachfolgenden Foto die Spitze vorne am länglichen Teigstück?
Um die Aufbauten vom Schiff hinzubekommen, habe ich das kleinere, eckige Bodenstück zugeschnitten. Erst auf die Außenmaße des Schiffes; zweimal für vorne und zweimal für hinten. Dann habe ich die Stücke jeweils innen noch länglich ausgeschnitten (In Worten schwierig zu erklären. Seht ihr meine Papiervorlage auf dem nachfolgenden Foto? Diese kleine "U"-förmige? Die habe ich für hinten verwendet. Für vorne habe ich als Außenform-Vorlage die erste Vorlage für das Schiff genommen und dann innendrin auch das "U" ausgeschnitten.). Die 2 Stücke für oben sollten etwas kürzer sein, als die da drunter, damit ein typischer Schiffsaufbau entsteht. Deswegen habe ich die oberen Stücke etwas gekürzt. Schaut euch einfach das folgende Foto an, das erklärt vielleicht/hoffentlich meine verwirrenden Worte!


Als nächstes habe ich das "Schiff" mit dem Brotmesser zweimal längs zerteilt, sodass insgesamt 3 Böden rauskamen.

Nun müssen die Füllungen weiter vorbereitet werden. Die bereits am Vortag in den Kühlschrank gestellten Vollmilch- und Zartbitterfüllungen jeweils mit einem Handrührgerät zu einer Creme aufschlagen. Dann jeweils 50 gr. weiche Butter unterrühren.

Für die Vanillecreme habe ich Vanilleqimiq verwendet. Wenn ihr das nicht bekommen könnt, erhöht einfach die Mengenangabe für eine der anderen Füllungen!
Das Qimiq mit einem Rührgerät aufschlagen. 1 Becher Sahne mit dem Zucker steifschlagen und unter das Qimiq rühren.


Nun gehts ans Schichten. Ganz unten auf den Tortenboden (oder Teller oder was auch immer ihr unten drunter stellt) einen Klecks Creme geben, damit die Torte nachher nicht verrutscht.
Dann 1 Boden drauf und mit Creme bestreichen.
Welche Creme ihr in welcher Schicht verwendet ist egal. Entscheidet euch nur vorher welche der Schoko-Cremes ihr draußen an die Schiffswände streichen wollt. Die dann NICHT für die innere Füllung verwenden. Und hebt von der Vanillecreme etwas auf, um damit später die Meerwasserverzierung zu machen!
Dann 1 Boden drauf und mit Creme bestreichen. Und das ganze noch einmal.
So, nun gehts an die Schiffsaufbauten. Diese genauso abwechselnd mit den Cremes aufschichten:


Bei mir war eine Seite nicht sehr stabil. Die habe ich dann mit einem langen Holzspieß unauffällig stabilisiert. Das müssen nur die Tortenesser später wissen um nicht ausversehen einen Spieß aufzuessen...

Dann gehts an die Außenwände. Diese auch vorsichtig (!) mit der bei Seite gestellten Masse bestreichen.

Dabei vergesst nicht die Schiffs-Innenseiten bzw. die Aufbau-Innenseiten. Ich habe hierfür auch etwas weiße Creme genommen um es plastisch besser wirken zu lassen. 

Für den Wellengang färbt ihr die zur Seite gestellte, restliche Vanillecreme mit der Lebensmittelfarbe blau ein. Nun gebt ihr immer ein bißchen was auf die Torte und verstreicht es sehr vorsichtig. Um die Wellenbewegungen zu bekommen, nehmt ihr am besten Holzspieße. Mit denen könnt ihr dann die Farbe noch oben und geschwungen seitlich ziehen. Ist etwas aufwendig (weil ich so was noch nie gemacht habe, habe ich fast 1 Stunden gebraucht), aber es lohnt sich!


Die Torte stellt ihr nun wieder in den Kühlschrank. Wenn ihr genügend Zeit habt, lasst sie am besten wieder über Nacht drin. Dann zieht sie am besten durch und die Böden werden richtig schön saftig! Wenn der Hunger zu groß oder die Zeit zu klein ist, könnt ihr sie nach dem Basteln der Flaggen natürlich schon essen.

Die Zuckerfiguren könnt ihr jetzt oder kurz vorm Servieren auf der Torte verteilen.


Nun gehts ans Flaggenbasteln. Das Papier habe ich bei einem Bastelladen (Idee Creativ) um die Ecke gefunden.



Aus dem Papier habe ich 1 großes und 3 kleinere Rechtecke ausgeschnitten. Oben und unten habe ich sie mit einem Bleistift vorsichtig durchbohrt. Meine Holzspieße waren recht kurz. Deswegen habe ich mehrere zusammengeklebt (zum Verlängern und dann auch zum Stabilisieren). Als nächstes müssen die Holzspieße durch die Löcher im Papier geschoben werden. Das Papier mit dem Heißkleber dann so festkleben, dass die Flaggen eine Wölbung bekommen.
Achtung: Heißkleber ist wirklich heiß. Ich vergesse das jedes Mal aufs Neue und verbrenne mir jedes Mal aufs neue meine Finger.


Nun müssen die Flaggen nur noch in die Torte gesteckt werden.




FERTIG! Das erfreut doch jedes Piratenherz, ob groß oder klein?!



Die Zubereitung der Torte hat zwar etwas länger gedauert, aber nach einem Blick in die Augen meines Piratenfreundes, da war alle Mühe vergessen :-)

Donnerstag, 24. Oktober 2013

DO_von Ost nach West_es spricht: das Rad!

Himmiherrgottsakramentkruzefixhallelujamileckstamoaschscheißglumpvarregts!

Da steh i doch wirklich für vierzig Joar im tiefsten Bayern aufm Hoischoaber von der Oma von der Frauke, und nu? Nu muss i mi wieder rühren! Damals, da gehört i ihrer Mutter. Da war die noch jünga, wie die Frauke jetzt is. Viel jünga! Das waren ruhige Joar... Bis, ja bis, die Frauke mich entdecke. Frauke, die oalde Trampe!

Aber, sie ist ja koan Springingal!
Deswegen: Schwups, eingesackt, ab in den Ruhrpott. Rein nach Dortmund.

Fahrtauglich war i net mehr! Deswegen erstmal für zwoa Tag zum Fahrraddoktor in Dortmund-Körne. Der machte mich wieder fit und der brachte mir, so nebenher, auch hochdeutsch bei. Nun sprech ich auch eure Sprache :-) Und die Frauke, die versteht mich nun viel besser!

Nun, eine ordentliche Vorstellung:

Guten Tach! Ich bin das Klapprad! Und so sehe ich aus:



















Heute war die Frauke mit mir unterwegs. Wir haben Dortmund beradelt. Von Ost nach West! Einmal durch, mitten hindurch, durch die mittige Mitte... Vom Ostpark bis zum Westpark!

Aber zuerst wurde ich geparkt, weil die Frauke zum Arzt musste.


Dann gings weiter. Und ich hab mich als Fraukes Taxi angeboten: 


Kopfsteine liegen mir nicht so. Meine Federung ist so schlecht...


Weil ich so langsam bin, fährt Frauke manchmal mit mir auf dem Fußgängerweg. Aber nur, wenn der auch wirklich frei ist. Und dann muss ich natürlich auch an Fußgängerampeln halten! Sicherheit geht vor!

Au mann! Das sind Straßen hier in Dortmund!


Nun gings erstmal auf den Ostfriedhof. Der ist richtig schön, als Park angelegt und zur Zeit richtig herbstlich. Hier gibts ganz alte Gräber. Es finden immer noch Bestattungen statt. Aber weil es so schön hier ist, nutzen die Leute den Park auch zur Naherholung. Eine himmlische Ruhe ist das hier! Herrlich für einen schönen Start für eine Ost-West-Stadttour!




Sooooo viel Laub!!!


Hach, da packte mich doch gleich der Übermut: ich badete im Laub, ich warf es hoch, ich drehte mich im Kreis und lachte laut auf! Was kann das Leben schön sein! 


Ein Eichhörnchen! Ein Eichhörnchen! Ein Eichhörnchen!!!!!!!


Erstmal wieder Luft holen...



Auf in Richtung Innenstadt, die Kaiserstraße entlang!



Über den Wall drüber weg. 


Die Reinoldikirche bewundert. 


Hier auch mal ein Gemeinschaftsbild von Fräulein Frauke und von mir! Im Hintergrund: alte Straßenbahnschienen. 


Hier fuhr früher die Straßenbahn her. Nun wird seit einiger Zeit alles umgestaltet. Vor mir: Riesenschaukeln! 


Der Alte Markt, mit Brunnen, der Adler-Apotheke, Reinoldikirche (links hinten).


Der Stromkasten hat recht!


Die Kleppingstraße, in herbstlicher Pracht!


Der Friedensplatz...


Der Weihnachtsbaum wird aufgebaut! Nähere Infos hier: klick.


Ach ja, da war ja was mit Fußball und Meister und so...


Das Dortmunder U! Fraukes Oma hat mir davon immer schon vorgeschwärmt. Früher, als sie noch mit dem Zug von weit-weit-weg-Bayern nach Dortmund gefahren ist, da hat sie beim Einfahren in den Hauptbahnhof immer das U gesehen. Sie redet bis heute davon. Das war das erste was sie jedes Mal gesehen hat, jedes Mal. Seitdem schwärmt die ganze Familie von dem U. Es ist Heimat!

Nähere Infos zum Dortmund U gibts hier: klick.


Der Platz vor dem Eingang vom U. 


Neben dem U wird noch gebaut. Rechts: Das Harenberg City Center. 


Spiegelungen...


Es gibt Palmen in Dortmund?


Ach Schreck! Leihräder? Gegen Geld kann man sich Räder ausleihen? Wie verkommen ist die Welt und für Geld tut wohl jeder alles... Gut, dass ich Frauke habe! 


So, da wären wir nun im Westpark:


Früher war der Park ein Friedhof. Heute kann man hier Sportmachen, sich auch auf die Wiesen legen, seine Hunde spazieren führen... Oder einfach nur den Herbst genießen!






Oh, manchmal bin ich so unaufmerksam! Da hat Frauke extra passenden orangefarbenen Nagellack aufgelegt, damit wir zwei farblich harmonieren. Und: sie hat extra ein Oktoberfest-Herz und eine Brezeln auf ihre Nägel geklebt. Nur für MICH und meine bayerischen Wurzeln! :-) 


Hach, nein wat is dat schön hier!
Da brauch ich doch erstma ein Tattoo!!!!


Schön, oder?!?!



Einmal noch ma Kind sein...



Ach, wat war das für ein langer, schöner Tag. Vor kurzem hätte ich das nie gedacht. Dortmund klang immer so dreckig und schmutzig. Und heute das alles! Sogar meine Tätowierung spricht von meiner Liebe; zu der Stadt und zu meiner Frauke.

Nun bin ich wieder dahoam und kann mich ausruhen. Bei meinem neuen besten Fahrradfreund:


Auf die nächste Radtour freu ich mich schon!!!


Dieser Beitrag nimmt sehr gern teil an der blogparade von bikelovin.