Dienstag, 6. Februar 2018

Meine neueste Entschleunigungsmethode: Scherenschnitt

Vor kurzem habe ich mir überlegt, dass ich gerne mal Scherenschnitte ausprobieren möchte. Den genauen Ursprung dieser Schnapsidee weiß ich gar nicht mehr. Denn das Ganze hat einen Haken: ich hasse ausschneiden. Das passt super, wenn frau(ke) Scherenschnitte schneiden möchte... Doch ich kam zum Glück ziemlich schnell darauf, dass ich in meinem Bastelfundus noch ein Bastelskalpell habe und dass sich das hierfür ja ziemlich gut anbietet :-)

Scherenschnitt DIY Anleitung Sanduhr Lebenszeit Wand Bild Deko selbstgemacht Silhouette

Nun habe ich noch nie scherengeschnittet und war anfangs etwas ratlos, wie man denn dabei anfängt. Im Internet fand ich nur etwas angestaubte Motive. Selbst die Anleitungs-Youtube-Videos, die ich unter dem Suchbegriff fand, waren nicht wirklich hilfreich. Eines hat mich sogar sehr demotiviert, weil dort eine Gruppe von älteren Frauen aus der Schweiz gezeigt wurde, die aus dem Handgelenk mal eben so freihändig riesige und sehr detaillierte Scherenschnitte hervorzaubert.

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Aber ich bin dann einfach mal in ein Bastelgeschäft gegangen, habe mir einen Bogen schwarzen, relativ dünnen Tonkarton gekauft und einen Satz an frischen Bastelskalpellaufsätzen. Und für größere Schneideflächen legte ich mir noch eine sehr kleine Bastelschere dazu.

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Zuhause angekommen, zog ich meine Näh-Schneidematte hervor, zückte einen weichen Bleistift und einen gut radierenden Radiergummi. Außerdem öffnete ich mir die Google-Bildersuche, wo ich nun fleißig alle möglichen Silhouetten suchte. Und so legte ich langsam los. Nach und nach entstand mein erstes Schattenbild. Mit viel radieren zeichnete ich auf die zukünftige Rückseite des Tonkartons ein Motiv. Ein paar Motive wollten partout nicht gelingen und so entschied ich mich nach einigen Versuchen dann für ein ähnliches, das ich aber besser gezeichnet bekam.

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Im Internet hatte ich irgendwo gelesen, dass man beim Ausschneiden am besten mittig im Motiv startet, weil das die Stabilität des Bildes erhöht um so weiter man schneidet. Das erwies sich dann auch wirklich als nützlich! Um so mehr freie Flächen entstanden, um so instabiler wurde der Tonkarton. Beim Ausschneiden habe ich immer versucht einige größere Flächen miteinander verbunden zu lassen, damit das Bild auch wirklich zusammenhält und nicht plötzlich irgendwo was loses ist oder ich aus Versehen etwas wegschneide, was aber für das Erkennen des Motives total wichtig gewesen wäre.

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Am ersten Bild saß ich wegen mangelnder Erfahrung noch mehrere Feierabende. Doch beim zweiten und dritten wurde es schon etwas einfacher. Klar, nicht alle Figuren gelangen. So wollte ich z. B. in der Sanduhr den Luftballon eigentlich in einer oberen Ecke haben und Mina sollte mit der Pfote danach stupsen. Doch ich bekam es einfach nicht hin. Deshalb sitzt sie nun am Waldeingang und der Luftballon hängt woanders rum.

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Bei allen drei Bildern ist mein geliebtes Einhörnchen auch immer irgendwie mit reingehuscht :-)

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Während ich das eine Bild einfach mit zusammengerollten Tesafilmstreifen oberhalb meines Schreibtisches zuhause aufgehängt habe, habe ich die zwei anderen Motive mit farbigem Tonkarton im Hintergrund eingerahmt.

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Anfangs war ich mir noch unsicher, ob Scherenschnitte wirklich was für mich sind. Doch recht schnell wurde mir klar, wie saumäßig entspannend das für mich ist! Das Austüfteln des Motives, das Zeichnen, das zwangsläufige Wegradieren und Neuzeichnen, das Ausschneiden. Außerdem habe ich mir jedes Mal einen Podcast angemacht und bin so nebenbei in für mich völlig fremde Themengebiete vorgestoßen. Bei Katharina von greenfietsen bin ich auf die App der ADR-Audiothek aufmerksam geworden. Da sind super spannende Beiträge! So habe ich beim Scherenschneiden etwas über Lichtverschmutzung gehört, habe Leuten in Grönland über ihre Erfahrungen mit der ständigen Winter-Dunkelheit zugehört, weiß nun, wie Glühwürmchen leuchten und bin mit zwei Reisebloggern unterwegs gewesen.

Diese drei Motive werden also mit Sicherheit nicht meine letzten gewesen sein! Ich bin selbst mega überrascht, wie toll die drei geworden sind und wie entspannend ich das Ganze finde :-)

Kommentare:

Ich freu mich über jedes liebe Wort von euch :-)