Sonntag, 30. Juli 2017

Meine liebsten selbstgemachten Sommergetränke

Auch wenn sich das Wetter nicht wirklich zwischen sommerlich und herbstlich entscheiden kann, ist für mich immer noch Sommer. Steht schließlich im Kalender und an den meisten Tagen kann ich noch Sandalen tragen :-)

Deshalb gibt es bei mir auch fleißig alle möglichen Sommergetränke! Natürlich selbstgemacht und das mit möglichst wenig Zutaten und ruckzuck angerührt! Meine Highlights stelle ich euch samt "Rezept" heute vor :-)

Der Klassiker ist natürlich lauwarmer Tee: 

Sommer Getränk trinken Highlights selber machen Rezept lauwarmer Tee

Dafür lasse ich am liebsten einen blütenlastigen Tee einige Minuten ziehen um ihn dann auf ungefähr lauwarm abkühlen zu lassen. Das geht leider nicht mit jedem Tee, weil einige beim Stehenlassen gerne etwas bitter werden. Aber hier heißt es einfach: ausprobieren! Ich setze mir immer direkt eine ganze Kanne Tee auf, so habe ich den nachmittag über ein leckeres Getränk vorbereitet :-)

In Kroatien habe ich vor kurzem die selbstgemachte Zitronen-Limo zu schätzen gelernt! In fast jeder Konoba gab es diese hausgemacht auf der Karte. Und da ich eh ein sehr großer Zitronenfan bin und ständig Zitronenscheiben in mein Wasser packe, bin ich gegen das typisch Saure schon ziemlich abgehärtet. Für die Limo wasche ich eine Bio-Zitrone sehr gründlich ab, jage sie mit einigem Wasser komplett durch den Mixer und seihe sie durch ein Sieb ab. Mir schmeckt die Limo ohne Zucker am besten. Wer das Saure aber nicht so gut leiden mag, der kann natürlich noch Zucker oder eine passende Alternative (Kokosblütenzucker, Agavendicksaft....) einrühren!

Sommer Getränk trinken Highlights selber machen Rezept Zitronenlimonade Limo

Infused-Water oder auch "Unkrautwasser" steht bei mir auch sehr häufig rum. Dafür packe ich alle zur Verfügung stehenden Kräuter (mein derzeitiger Favorit: Basilikum!), Wildkräuter und auch gerne Obst oder Gurke in Wasser und lasse es einige Momente stehen. Das Wasser nimmt den herrlich natürlichen Geschmack der verschiedenen Zutaten ziemlich fix an!

Sommer Getränk trinken Highlights selber machen Rezept Infused Water

Eiswürfel sind im Sommer natürlich auch ein absolutes Highlight! Noch toller werden sie, wenn ihr sie mit essbaren Blüten (in diesem Fall: Kapuzinerkresse und Lavendel) pimpt :-) Außerdem friere ich gerne Beeren ein und packe sie zusammen mit den Eiswürfeln in mein Wasserglas. Optisch schöner ist es natürlich in einem hübschen Weinglas:  

Sommer Getränk trinken Highlights selber machen Rezept Eiswürfel essbare Blüten gefroren Beeren

Gerade bei schwülem Wetter neigt mein Kreislauf dazu, sich mal für eine Weile etwas schlafen zu legen. Dagegen hilft mir super Cold-Brew-Coffee :-) Einfach ein Schraubglas mit kaltem Wasser füllen, Kaffeepulver dazu (ich nehme immer die gleiche Menge, wie wenn ich "normal" Kaffee koche), ordentlich schütteln und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen. Am nächsten Tag das Ganze einfach durch einen Filter abgießen und schön kalt genießen! Geschmacklich unterscheidet er sich wirklich von einem heiß aufgebrühten Kaffee. Er ist viel milder und ich finde auch viel aromatisch-differenzierter :-)

Sommer Getränk trinken Highlights selber machen Rezept Cold brew coffee Kaffee

Was sind eure Sommergetränkehighlights? Für neue Anregungen bin ich immer offen :-)

Nun wünsche ich euch einen schönen Sonntag und gerne auch ein leckeres Getränk dazu!

Montag, 24. Juli 2017

Kroatiensommerurlaubsrückblick Teil 2 - Zadar & Krka-Wasserfälle

Im ersten Urlaubsrückblick waren wir noch in der Kvarner Bucht. Heute nehme ich euch mit nach Dalmatien. Genauer gesagt fahren wir von Povljana, wo wir im letzten Rückblicksteil geendet waren, erst nach Zadar und dann zu den Krka-Wasserfällen.

Um es gleich direkt am Anfang zu sagen: Zadar war mein Highlight des kompletten Urlaubes. Wirklich und ganz ehrlich und ohne Übertreibung. Und zwar einzig und allein wegen des Abends.

Doch fangen wir tagsüber an. Wir fuhren als erstes zum Campinplatz Borik um dort unser Zelt aufzubauen. Das ist zwar nicht der schönste Campingplatz von Kroatien, aber für einen so stadtnahen Platz echt okay. Dank unseres Reiseführers wussten wir, dass ein Bus direkt vom Platz in die City von Zadar fährt. Für gerade mal 10 Kuna pro Person und Strecke (umgerechnet etwa 1,30 €) echt sehr praktisch und günstig.

Kroatien Rundreise Camping Zelten Campingtrip Individual reisen Urlaub Sommer Dalmatien Zadar

Die Altstadt an sich ist hübsch, verwinkelt mit vielen verschiedenen kleinen Gässchen. Von touristenüberlaufenen Bereichen bis hin zu echt niedlichen Häusernischen, wo sogar Einheimische draußen sitzen und ihren Kaffee schlürfen. Wir waren an einem Samstag da und erst war es wirklich noch recht voll. Doch da setzen wir uns kurzerhand in den Stadtpark "Park der Königin Jelena von Madius", der direkt an die Altstadt angrenzt. Dort war es schön ruhig, toll grün und die paar Touristen, die an unserer Bank vorbei schlenderten, waren schnell wieder weiter gezogen. Oberhalb unserer Bank gab es ein Nest mit Möwenbabys.

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Nach einiger Zeit gingen wir auf die Suche nach einem Café und einer Apotheke. Mein eigentlich mittlerweile recht harmlos gewordener Heuschnupfen war direkt ab den ersten Tagen in Kroatien schlimmer geworden. Mein notfalls eingepacktes Allergienasenspray neigte sich rapide dem Ende zu und meine Augen wurden immer röter. Irgendwie habe ich nicht geahnt, dass es in Meernähe sooo viele blühende Gräser geben könnte. Nun gut, hinterher ist frau immer schlauer. Nachdem wir einer mit einer frischen Flasche Allergieaugentropfen ausgestattet waren, fanden wir auch noch ein nettes Café in einer kleinen Seitenstraße.

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Und so verbrachten wir den Nachmittag in Zadar.

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Das Eis ist übrigens für uns nicht so der Brüller gewesen. Scheinbar werden sehr viele Eisdielen von einem Hersteller beliefert oder es ist ganz einfach eine Kette. So sehen zumindest die megahübsch drapierten Eisbehälter überall gleich aus. Doch der Geschmack ist für uns nicht sonderlich herausragend gewesen. Also nicht nur hier in Zadar. Wir haben es an verschiedenen Orten probiert und keines war so der richtige Urlaubsknaller. Dafür können die Kroaten echt ziemlich leckere Hefezöpfe! Die sind etwa so lang wie meine Hand und richtig fluffig lecker. Ich steh ja eh voll auf Hefezöpfe und die dann noch überall bei den kleinen Bäckereien ständig zu bekommen, das war echt eine tolle Urlaubsverpflegung!

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Als es in Richtung spätem Nachmittag ging, kauften wir uns noch Kirschen auf dem Markt und ein paar kalte Getränke. So ausgestattet setzten wir uns auf die Promenade an der vordersten Landspitze der Altstadt. Genau der Ort, wo ich unbedingt hin wollte! Ich hatte es schon vorher auf verschiedenen Blogs und bei Instagram gesehen: dort gibt es eine Meeresorgel und eine Lichtinstallation namens "Gruß an die Sonne" und den angeblich schönsten Sonnenuntergang überhaupt.

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Die Atmosphäre war entspannt. Die Menschen waren alle entspannt, lauschten den unwirklichen Klängen der Meeresorgel und schauten aufs Meer. Hinter uns die Berge, vor uns das Meer. Traumhaft!

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Seht ihr die Berge im Hintergrund?
 
An der Promenade sind Röhren eingearbeitet, wo das einfließende Meereswasser sehr surreale Töne erzeugt.

Kroatien Rundreise Camping Zelten Campingtrip Individual reisen Urlaub Sommer Dalmatien Zadar Meeresorgel

Und auf dem vordersten Landzungenstück gibt es im Boden eingelassene, farbige Beleuchtungselemente. Sobald die Dämmerung beginnt, startet ein buntes Wechselspiel in verschiedenen Farbtönen! Passend dazu geht genau dahinter im Meer die Sonne auf sehr spektakulär schöne Weise unter. Die Menschen sind fasziniert von der Athmosphäre und überall sind Handys, Kameras und Selfisticks am knipsen. Mittendrin war natürlich ich und habe mich mitreißen lassen. An keinem anderen Abend war ich so euphorisiert und glückselig.

Kroatien Rundreise Camping Zelten Campingtrip Individual reisen Urlaub Sommer Dalmatien Zadar Meeresorgel Lichtinstallation Gruß an die Sonne Sonneuntergang

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Am nächsten Tag fuhren wir weiter zu den Krka-Wasserfällen. In den Nationalpark muss man Eintritt zahlen, der aber inklusive eines Shuttlebusses ist, der ein Stück hinab in Richtung der Wasserfälle fährt. Für ein so touristisch bekanntes Highlight war es an unserem Besuchstag nicht zu voll (aber immer noch sehr (!) gut besucht). An dem bekanntesten Wasserfall darf man auch schwimmen gehen. Doch ich war immer noch zu wasserscheu und mir war es dort auch wirklich zu voll, weil natürlich alle Welt dort ins Wasser wollte.

Kroatien Rundreise Camping Zelten Campingtrip Individual reisen Urlaub Sommer Dalmatien Krka Wasserfälle Nationalpark

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Alles in allem ein schöner Nationalpark, den man sich mal anschauen sollte, wenn man in Kroatien ist. Das Wasser ist toll blau, die Wasserfälle schön, nur die Menschenmengen, die sich das halt auch ansehen wollen, nicht zu unterschätzen.

Als wir uns alles angesehen hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz in der Nähe. In Skradin wurden wir fündig. Ein kleiner Platz, sehr liebevoll gestaltet und auch mit unter einem Vordach angebrachten Waschbecken. Herrlich, dieses draußen-leben-Gefühl, das sich auch in den Sanitär-/Küchenbereichen fortsetzt!

Kroatien Rundreise Camping Zelten Campingtrip Individual reisen Urlaub Sommer Dalmatien Skradin

Nachdem wir unsere sieben Sachen aufgebaut hatten, schlenderten wir in Richtung Ortskern. Skradin ist sehr niedlich mit malerisch alten Hausfassaden.

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In Richtung Yachthafen mehren sich die Konobas (= Restaurants) und natürlich die teuer aussehenden Schiffe samt Besatzung.

Kroatien Rundreise Camping Zelten Campingtrip Individual reisen Urlaub Sommer Dalmatien Skradin

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Wir suchten uns eine Konoba aus, die uns am meisten ansprach. Anfangs saßen wir dort sehr gemütlich und genoßen den Abend. Wir bestellten uns eine Fischplatte für 2 Personen, da die Konoba von einer Fischerfamilie in 3. Generation betrieben wird. Die Kellner waren nett, der Fisch echt lecker! Toll zubereitet, frisch und einfach toll. Doch wir bestellten "nur" Bier als Getränk zum Essen. Und ab irgendwann kippte die Stimmung dann etwas. Wir konnten kein Getränk mehr nachbestellen, weil wir einfach nicht mehr beachtet wurden. Was aufgrund der Konoba-Größe schon etwas schwierig ist. Und da fing ich an, mir die anderen Gäste mal näher anzusehen. Joah, also, das waren halt eher so Yacht-Besitzer oder zumindest Yacht-Reisende. Ein Tisch mit jungen Damen stand nach dem Essen auf und ging an uns vorbei. Jede einzelne der Handtaschen ist locker ein Monatseinkommen von mir gewesen... Ja und dann standen auf den anderen Tischen halt keine Bierflaschen, sondern recht teure Weineflaschen. Und man bestellte nicht die Fischplatte, sondern beredete mit dem Besitzer neben den kühlgestellten Fischen, welcher denn gerade jetzt der beste Fisch für einen wäre. Nun ja, so lecker wie uns das Essen geschmeckt hatte, so fahl war der Nachgeschmack, als wir so zweit- bis fünftklassig behandelt wurden. Für die Rechnung kam dann zwar jemand, aber da hatten wir schon mehrmals versucht, noch etwas zu trinken zu bestellen. Schade.

Dafür setzten wir uns dann am Hafen noch etwas abseits an eine ruhige Stelle, wo keine Boote anlegten. Hinter uns auf der Erde lagen vielmehr scheinbar einheimische, kleine Fischerboote.

Auf dem Rückweg durch die Altstadt machten wir Halt um noch eine Cremeschnitte und einen Kaffee zu uns zu nehmen. Weil die Tische recht rar waren, bot uns eine deutsche Touristin an, dass wir uns zu ihr setzen könnten. Das war auch echt nett und wir kamen ins Gespräch. Sie wirkte liebenswürdig, wenn auch etwas verpeilt. Etwas sonderbar wurde das Gespräch, als sie erzählte, dass sie sich einen Platz auf einer der Segelboote gebucht hat und so die kroatische Küste entlang fährt. Skradine war nicht ihr erster Halt und doch verstand sie nicht, dass sie hier ernsthaft Euros in Kuna wechseln musste. Schließlich könnten die doch auch einfach Euros nehmen. Äh, ja, Kroatien liegt aber halt nicht im europäischen Währungsraum. Ja, und? Öhm.

Kroatien Rundreise Camping Zelten Campingtrip Individual reisen Urlaub Sommer Dalmatien Skradin


Auf den letzten Metern zum Campingplatz kamen wir an einer urgemütlich, kuschelig wirkenden Konoba vorbei, wo sogar ein Grill angeschmissen war. Nun gut, der Fisch war ja auch lecker gewesen, auch wenn die Behandlung durch die Kellner/Besitzer nicht so doll war.


Hier seht ihr die Orte auf der Karte, von denen ich euch gerade erzählt habe:



Im nächsten und wahrscheinlich letzten Teil geht es weiter die Küste hinab! Seid gespannt auf den für uns wunderschönsten Campingplatz der Reise, bei dem ernsthaft kein Hotel mithalten kann :-)

In diesem Sinne: do videnja! (Auf Wiedersehen!)


Interessiert ihr euch auch für die anderen Teile der Reise? Dann schaut mal hier:

Mittwoch, 19. Juli 2017

Leckerstes Schoko-Heidelbeer-Süßkartoffeleis passt perfekt zu diesen sommerlichen Temperaturen

Dass ich heute ein sooo leckeres Eis in Händen halte, verdanke ich einer Vorgeschichte und der daraus resultierenden Resteverwertung:

Am Wochenende war eine (schwangere) Freundin von mir zu Besuch. Wie ich so bin, halte ich zum Kaffeetrinken dann gerne eine Kleinigkeit an irgendwas lecker-süßem bereit. Zum Glück hatte sie mir vorher noch erzählt, dass bei ihr letztens Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert wurde und sie deshalb echt auf ihre Ernährung achtet, um möglichst keine Spritzen zu brauchen.

So sah ich mich also im weiten Internet um, was denn da wohl noch so geht, was bei Schwangerschaftsdiabetes den Blutzuckerspiegel stabil hält und welche Arten von Zucker/Süßungsmitteln geeignet sind. Natürlich geht da noch eine Menge. Bei Nike entdeckte ich dann relativ schnell ein ziemlich tolles und einfach zubereitetes Schokoladenmousse-Rezept, das gerade mal auf drei Zutaten basiert:
  • Süßkartoffeln
  • Roh-Kakaopulver
  • etwas zum Süßen
Als Süßungskomponente habe ich mich für Kokosblütenzucker entschieden. (Zubereitung ist denkbar einfach: Süßkartoffel weich kochen, mit Kakaopulver und Kokosblütenzucker in den Mixer, fertig.)

Das Ganze wollte ich noch etwas aufpeppen. So habe ich fix rohvegane Schokolade aus Kokosöl, Roh-Kakaopulver und Kokosblütenzucker angerührt, in Eiswürfelformen gefüllt, im Kühlschrank fest werden lassen, dann in Stücke gehackt und unter die Schokoladenmousse gerührt.

Als meine Freundin da war, habe ich ungesüßte, steifgeschlagene Sahne und Heidelbeeren dazu gereicht und wir haben uns schlemmend über diese süße Pracht hergemacht :-) Glaubt mir, es war einfach zu köstlich!

Sicherheitshalber hat meine Freundin nach dem Essen noch mal ihren Blutzuckerwert überprüft, weil sie nicht glauben konnte, dass das schokoladig-süße Kaffeekränzchen wirklich so gesund sein soll, wie ich es ihr erzählt habe. Und siehe da: ihr Wert hat sich NICHT bewegt :-)  

Ein bißchen von allem blieb zum Schluss noch übrig und so entschied ich mich, einfach alles zusammen zu rühren und in diese Eisformen vom Möbel-Schweden zu füllen.

Eis Schokolade Heidelbeere Blaubeere Sahne Süßkartoffel gesund selbstgemacht Resteverwertung Eis am Stiel Rezept Schwangerschaftsdiabetes

Und nun habe ich bei dem allerschönsten und allerheißesten Sommerwetter das allerleckerste Eis in Händen bzw. bald im Magen ;-)

Eis Schokolade Heidelbeere Blaubeere Sahne Süßkartoffel gesund selbstgemacht Resteverwertung Eis am Stiel Rezept Schwangerschaftsdiabetes

Hihi :-)



ACHTUNG: Ich übernehme keine Haftung, dass dieses Rezept bei jeder von euch bei einer evtl. Schwangerschaftsdiabetes geeignet ist! Sprecht im Zweifelsfall mit eurer Frauenärztin/eurem Frauenarzt oder wer auch immer euch sonst berät!

Montag, 17. Juli 2017

1 Woche lang haben wir jeden Tag 5 Minuten vergeudet und uns damit echt viel Lebenszeit geschenkt - #diegeschenkten5minutenchallenge

Ihr Lieben! Als ich vorletzte Woche zu meiner einwöchigen #diegeschenkten5minutenchallenge aufrief, war ich sehr neugierig, womit ihr so alles eure 5 Minuten täglich vergeudet um euch damit etwas zeitlose Zeit und einen gedankenleeren Kopf zu schenken :-) Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Da sind die Woche über echt richtig tolle 5-Minuten-Geschichten von euch zusammen gekommen! Herrlichst! :-D Gestern war leider schon der letzte Tag :-/

Für alle, die gerade nicht wissen, wovon ich hier rede: in der Challenge ging es darum, sich jeden Tag eine Auszeit von 5 Minuten zu nehmen und hierbei seine Zeit mit etwas vermeintlich Sinnlosem zu verschwenden. Irgendwas, das wir im normalen Alltag nicht machen würden, weil es eigentlich totaler Blödsinn ist. Wie die teilnehmenden Leute und ich selbst natürlich auch sehr schnell gemerkt haben: diese kurze Zeitspanne des Zeitvertrödelns reicht schon aus, um eine tolle Gedankenleere im Kopf zu erzeugen und hinterher viel gelassener im Alltag weiter zu machen. Einfach mal den Alltagstrott anhalten und sich hingebungsvoll einer nutzlosen Tätigkeit hingeben befreit ungemein!

Mir wurde das jeden Tag der letzten Woche immer deutlicher und ich freute mich täglich auf "meine" 5 Minuten. Genauso gespannt war ich, womit alle teilnehmenden Leute ihre Zeit vergeuden würden. Auf Instagram und Facebook kamen da echt tolle Dinge zu stande!

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So hat z. B. travel.eat.play.enjoy die 5 Minuten für einen Spaziergang um den Block genutzt:



Dagmar hat bewusst eine Fliege auf ihrem Bein nicht verscheucht, sondern diese ganz genau betrachtet:



Carolin hat im Wald "Fabelwesen" gesichtet:



Petra einen sonnigen Morgen dazu genutzt eine Schildkörte zu beobachten:



Sandra hat mit einem Fidget Spinner gespielt:

Ein Beitrag geteilt von sandrasstrickstuecke (@sandrasstrickstuecke) am


Charlie ist mit einem Ball auf dem Trampolin gesprungen:


Angelika hat auf Facebook über ihre Schmetterlingsbeobachtung berichtet:



Das sind nur einige der grandiosen 5-Minuten! Hier kommen die kompletten teilnehmenden 5-Minuten-Geschichten in der Übersicht! Wenn ihr sie euch im Detail ansehen wollt, dann klickt HIER und scrollt euch durch :-) Sobald ihr dort auf eines der Fotos klickt, öffnet es sich und ihr könnt es euch mitsamt der Geschichte darunter durchlesen! Glaubt mir, es lohnt sich :-)


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(So ganz nebenbei bemerkt: diese ganzen 5-Minuten-Geschichten eignen sich hervorragend als Achtsamkeitstraining und teilweise sogar perfekt um sich mit seinem inneren Kind zu beschäftigen. Denn mal ehrlich, viele dieser 5-Minuten wurden mit Tätigkeiten vergeudet, die wir das letzte Mal als Kind gemacht haben und die für Erwachsene eher untypisch sind. Das innere Kind freut sich immer, wenn wir es hin und wieder mal beachten und ein wenig mit ihm spielen :-) So bekommt es ein wenig Aufmerksamkeit und wir spüren viel besser in uns hinein.)

Ich bedanke mich sehr für eure tolle und inspirierende Teilnahme:

Dagmar von BeMindfulBerlin, Iris von IR Impulsraum, Charlie von Häkelstern, Oma Rosa, Christina von Wishtick, Nina von Ninas creative mess bzw. von simply.me.nina, Silvana von Kalte Schnauze, Nicole von Moments of mine, travel.eat.play.enjoy, Petra Smarsch Kinesiologie, Sandra von Sandras Strickstücke, Fräulein D. aus D., Carolin von Berg und Flachlandabenteuer, Sonja von Hundebengel Charly, Lola Stern von andere Aussichten, Carolin von Motus.Berlin, Mina von Niemals Mina, Coco Lores Ruhr, Gesa von gesa.unterwegs, Pea von Flocks und Klacks, etnaty, Mela von Frickeltante, Mareike von Unsinnsuche, Sarah von Schlammbama.

Einige von euch bzw. eure Accounts habe ich erst durch meine Challenge auf Instagram entdeckt! Wie toll, über eine solche Aktion auf so kreative Menschen zu stoßen :-)

Ich selbst habe in Erde gewühlt, mit einem Tanzband im Park getanzt, den Regen beobachtet, morgens auf meinem Arbeitsweg für 5 Minuten an einem Brunnen gesessen und dort einen mitgebrachten Kaffee getrunken, am Dortmunder Wall dem Verkehr zugeschaut, bin nicht auf Ritzen und Fugen getreten und habe sehr bewusst einen Mandelmilchkakao mit Lavendelzucker getrunken.

Nachdem ich so viele so positive Rückmeldungen von euch bekommen habe, weil die vertrödelten 5 Minuten so wertvolle geschenkte 5 Minuten an sich selbst sind, möchte ich die Aktion gerne weiterführen. Und zwar ohne Challenge oder zeitliche Befristung. Wenn ihr also weiterhin Lust auf eine kleine Zeitvergeudung habt und euch mal 5 Minuten so richtig schön sinnlos beschäftigen möchtet, teilt eure Erlebnisse sehr gerne unter dem Hashtag: #diegeschenkten5minuten :-) Ich freu mich drauf!

Nina hat hier über ihre Woche mit den 5 Minuten und wie wichtig ihr diese Zeitspanne wurde gebloggt!

(Wenn ihr auch einen Blogpost über eure 5-Minuten-Erfahrungen schreibt, schreibt mir gerne den entsprechenden Link unten in die Kommentare. Ich verlinke ihn dann hier!)

Ich wünsche euch eine schöne Woche mit einigen schönen Auszeitmomenten! :-)

Mittwoch, 5. Juli 2017

#diegeschenkten5minutenchallenge oder auch: ich möchte mal wieder Zeit vergeuden und das eine Woche lang mit euch zusammen

Wisst ihr noch, wie ich euch letztes Jahr im Juni von meinem Zeit-verschwenden-Projekt erzählt habe? Damals hatte ich immer mal wieder einfach so 5 Minuten vergeudet und zwar mit vermeintlich sinnlosen Dingen. Einmal habe ich 5 Minuten lang mit einem Strohhalm im Kakao geblubbert, dann habe ich auf einer Mauer balanciert und ein anderes Mal einen Handstand gemacht. Der Sinn dahinter war, dass ich mich mit dem Nichtstun und Kopfausschalten so unglaublich schwer tue und das aber mit diesem Projekt erreichen wollte. Denn das Nichtstun und der leere Kopf verlängern den Tag, weil genau in diesem Zustand die Zeit aufhört zu rasen und manchmal sogar einfach stehen bleibt! Während meines Projektes habe ich mir so jeden Tag 5 Minuten geschenkt :-)
 
Nun hatte ich mir damals vorgenommen, dass häufiger zu machen. Einfach mal alle Töne am Handy ausmachen, den Wecker auf in 5 Minuten stellen und dann nach Herzenslust die Zeit vergeuden. Es kam wie es kommen musste: ich verlor meine Idee aus den Augen und meine Tage waren wieder 5 Minuten kürzer...

Als ich vorhin mit Mina zur Hunderunde im Wald war, fiel mir das ganze Projekt aber wieder ein. Und so sponn ich meine Gedanken etwas hin und her und währenddessen vergeudete ich einfach mal ganz fleißig ganz viel Zeit. So ganze ohne 5 Minuten-Wecker oder ähnliches. Ich balancierte auf einem umgefallenen Baumstamm, ich zog meine Schuhe aus und lief rückwärts barfuß einen Weg entlang. Irgendwann kam ich auf die glorreiche Idee nur auf Zehenspitzen zu balancieren. Das habe ich aufgrund von akuten Fußpieksern schnell wieder sein gelassen ;-) Auf einmal war die Hunderunde um einige Zeit länger geworden. Zwar nicht auf der Uhr, aber im Gefühl. So habe ich mir heute einige wertvolle Minuten geschenkt!

Zeit vergeuden Achtsamkeit Entschleunigung Wald Hund Spaziergang balancieren Baumstamm diegeschenkten5minutenchallenge

Zeit vergeuden Achtsamkeit Entschleunigung Wald Hund Spaziergang  diegeschenkten5minutenchallenge barfuß rückwärts gehen

Zeit vergeuden Achtsamkeit Entschleunigung Wald Hund Spaziergang  diegeschenkten5minutenchallenge barfuß Zehenspitzen

Und während ich so herrlich gedankenverloren vor mich hintapste, kam mir die Idee, das ganze 5-Minuten-vergeuden-Ding doch einfach noch mal zu machen. Diesmal aber eine ganze Woche jeden Tag 5 Minuten. Das ganze als Projekt, wo jede(r) von euch ganz zwanglos mitmachen kann! Schließlich kann der ein oder andere von euch auch mal ein paar Minuten mehr gebrauchen und gemeinsam macht sowas ja auch gleich nochmal mehr Spaß, oder? Um es noch etwas hipper zu gestalten, nenne ich das ganze einfach mal Challenge :-)

Und zwar habe ich mir folgendes überlegt:
  • Los gehts am kommenden Montag, den 10. Juli 2017. 
  • Die Challenge geht eine Woche lang (sprich: bis Sonntag, den 16. Juli 2017).
  • Nehmt euch von Montag bis Sonntag jeden Tag 5 Minuten und vergeudet eure Zeit mit allem, wonach euch grad der Sinn steht! 
  • Wenn ihr Lust habt, postet eure vermeintlich sinnlosen Beschäftigungen auf Instagram unter dem Hashtag #diegeschenkten5minutenchallenge.
  • Wenn ihr einen Blog habt und im Nachgang einen eigenen Blogpost mit euren Zeitvergeudungsmomenten verfassen möchtet, dann fügt den entsprechenden Link einfach hier in den Kommentaren ein. 

Ich mache natürlich auch mit und werde hierzu jeden Tag auf Instagram ein aktuelles Zeitverschendungs- bzw. Geschenktezeitfoto veröffentlichen :-) Ein paar Ideen habe ich schon, womit ich meine Zeit vergeuden möchte. Doch es sind noch nicht genug, um damit 7 Tage zu füllen. Mir kribbelt es schon in den Fingern, weitere Ideen zu sammeln und dann am Montag damit loszulegen!

Habt ihr Lust mitzumachen? Ich freu mich darauf mit euch gemeinsam meine Zeit zu verschwenden :-) Und ich bin schon sehr gespannt, womit ihr so sinnlos beschäftigt sein werdet!

Samstag, 1. Juli 2017

3 Wochen Sommerurlaub sind rum - heute starten wir mit der Anreise über Passau bis hin zu den ersten Tagen in der Kvarner Bucht

Ich melde mich zurück aus dem diesjährigen dreiwöchigen Sommerurlaub! Der Alltag hat mich nun seit einer Woche wieder, doch heute blicke ich zurück und versinke in den Erinnerungen an die freie Zeit :-) Mein Freund und ich waren mit Auto, Zelt, Reiseführer und Landkarte unterwegs und haben uns frei-Schnauze treiben lassen. In Schweden hatte dieses Vorgehen im letzten Jahr so gut funktioniert, dass wir es dieses Jahr wieder so machen wollten.

Doch eine Änderung sollte es nach Minas Leishmaniose-Diagnose im letzten Herbst geben. Als der Frühling nahte, bemerkte ich, dass sie die wärmeren Temperaturen gar nicht mehr gut verträgt :-( Das ist ein Teil der Krankheit, auch wenn sie sonst dank der Tabletten derzeit echt gutaussehend und fiedel durchs Leben springt. Zum Glück erklärte sich meine Mutter (sprich: Minas Oma) bereit, sie für die Zeit zu nehmen. Deshalb planten wir unsere Kroatien-Anreise so, dass wir in der Nähe von Passau bei meiner Oma übernachteten und Mina im Bayerischen Wald bei meiner Mutter fürs Ferienlager absetzten. (Dazu gibts bestimmt noch mal einen extra Beitrag ;-) Mina hatte nämlich eine für sie sehr spannende Zeit!)

Mein kleines Auto war bis oben hin bepackt und so starteten wir am ersten Urlaubstag in Richtung Passau. Totmüde kamen wir abends bei meiner Oma an.

Passau Sommer To-Do-Liste Bucketlist Anreise Kroatien Campingurlaub
Passau ist immer wieder einen Besuch wert!

Passau Sommer To-Do-Liste Bucketlist Anreise Kroatien Campingurlaub

Am nächsten Tag hatten wir für mittags mit ihr verabredet einen leckeren, fangfrischen Donaufisch im bei uns so geliebten Kornexl essen zu gehen. Für uns drei gab es eine große Brachse :-)

Passau Sommer To-Do-Liste Bucketlist Anreise Kroatien Campingurlaub

Am nächsten Tag brachten wir Mina zu meiner Mutter. Mir wurde das Herz immer schwerer; schließlich war es die erste richtig lange Trennung von uns beiden seit 3,5 Jahren! Um mich (und Mina) zu überlisten, blieben wir erst eine Weile bei meiner Mutter im Haus, ließen sie dann mit ihrem Schlafkissen dort und gingen in einem Nachbardorf beim Hubertus Stüberl lecker essen.

Danach setzten wir meine Mutter nur noch vor der Haustür ab und fuhren schnell weiter. Doch glaubt mir, mir fiel das alles andere als leicht und es floßen so einige Tränen auf der Heimfahrt zu meiner Oma... Und so habe ich im Urlaub zwar das Internet ausgehabt, doch mein Handy alle 3 bis 4 Tage eingeschaltet um per SMS von Minas Wohlergehen zu erfahren.

Wieder zurück bei meiner Oma, planten wir die Weiterfahrt nach Kroatien für den kommenden Tag. Und nun lacht mich ruhig aus, aber mir war nicht klar, dass wir durch die Ausläufer der Alpen fahren. (Ja, ich weiß, das klang schon in der Schweiz nicht wirklich glaubhaft, aber ich habe geographisch wirklich wenig Ahnung...) Ebenso wenig habe ich vorher realisiert, dass wir durch die verschiedensten, zum Teil kostenpflichtigen Tunnel in Österreich fahren müssen. Ja, andere Leute informieren sich vorm Urlaub. Ich stöbere etwas im Reiseführer, studiere die Ziel-Landkarte und klicke im Internet etwas hin und her. Da können einem die Alpen und die Tunnel ja mal durchgehen. Dass wir generell in Österreich, Slowenien und Kroatien Maut zahlen müssen, das wusste aber sogar ich.

Auf jeden Fall ging es am nächsten Tag früh los und ich freute mich riesig, als ich die ersten Berge erblickte. Als ich dann durch die langen Tunnel durch diese Berge hindurchfahren musste, freute ich mich nicht mehr ganz so. Doch bis zum Ende des Urlaubs wurde ich eine sehr geübte und routinierte Tunnelfahrerin! Tunnel? Pah, Klackssache!

Anreise Kroatien Campingurlaub Rundreise Österreich Alpen Autobahn

In Slowenien verließen wir kurz vor der kroatischen Grenze die Autobahn und fuhren über normale Straßen weiter, um in Kroatien nicht auch noch auf der Autobahn Maut zahlen zu müssen. Außerdem reist es sich vor Ort ohne Autobahnschnelligkeit eh viel schöner und entschleunigter! Unser erstes grobes Ziel hatten wir uns dann auf der Fahrt ausgeguckt: es sollte die Insel Krk werden. Die liegt in der Kvarner Bucht, die wiederum zwischen den Regionen Istrien und Dalmatien liegt. Auf die Insel kommt man übrigens bequem über eine kostenpflichtige Brücke. Die Straßen auf Krk sind sehr kurvenreich und hier heizen die Autos ordentlich und überholen mehr als abenteuerlich. So erfuhren wir bereits hier, wie sich der Straßenverkehr der kommenden Zeit gestalten sollte: kurvig, rasende Autos, (viel zu) riskante Überholmanöver. Und unsereins als Tourist, der gerne lebend und ohne Knöllchen aus dem Urlaub zurückkommen möchte, hält sich brav an alle Geschwindigkeitslimits und schüttelt nur immer wieder ungläubig den Kopf, wenn eine brenzlige Situation doch unfallfrei geendet ist.

Letztendlich landeten wir auf der Insel Krk in der Stadt Krk. Dort steuerten wir mittlerweile wieder ziemlich totmüde den ersten Campingplatz an und sahen mit schreckgeweiteten Augen beim Näherheranfahren, wie riesig der war. Doch wir gingen zur modernen, sauberen Anmeldung und bekamen mit, wie eine deutsche Touristin drei topgestylte Angestellte anschrie, dass sie nun schon seit Sonntag hier wäre und der Grill ständig an ihr vorbei getragen würde. Das würde sie nicht länger hinnehmen. Es ergab für uns zwar keinen logischen Sinn, was die Dame von sich gab, aber die gesamte Atmosphäre veranlasste uns die Rezeption ziemlich schnell zu verlassen und zum nächsten Campingplatz weiterzufahren. Und das war genau richtig! Wir landeten auf einem schönen, überschaubaren Platz, der auf einem alten Olivenhain angelegt ist und noch dazu eine Art Aussichtsplattform hatte, von der wir eine wundervolle Aussicht genießen konnten.

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Ausblick Meer

In dem gemütlichen Lokal des Platzes haben wir uns abends leckeren Wein von vor Ort schmecken lassen, das richtig gute Essen dort genossen und zum Abschluss natürlich auch einen leckeren hausgemachten Schnaps bekommen :-)

[Hier fiel es uns übrigens das erste mal so richtig auf. Kroatien ist ein mittlerweile sehr touristisch geprägtes Land, zumindest an dem gesamten Küstenstreifen. Wir waren ständig von Touristen umgeben, die größtenteils deutschsprachig waren. Alle Kellner, Campingplatzbetreiber... sprachen mindestens fast fließend Englisch, wenn nicht sogar ein echt gutes Deutsch. Nach der ruhigen Abgeschiedenheit in Schweden im letzten Jahr war das mal eine ganz andere Hausnummer. Nicht alle deutschsprachigen Touristen sahen die mehrsprachig-flüssige Verständigung übrigens als etwas ungewöhnliches an. Wir selbst haben erlebt und von anderen Campern ebenfalls gehört, wie frech und fordernd einige Touristen auftreten können, wenn sie mit Deutsch nicht weiterkamen. Außerdem ist es in Kroatien üblicher als wir es bisher kannten, dass es große Campingplätze gibt, wo man etwa ein Jahr im Voraus eine bestimmte Parzelle reserviert und sich von hier nicht mehr wegbewegt. Also im wörtlichen Sinne. Da wird noch das Vorzelt aufgebaut, die Schüssel ausgerichtet (Wehe, die hat keinen Empfang! Dann fährt man weiter!) und der Sitz gemütlich gemacht. Hin und wieder geht man zwar mal schwimmen, aber ansonsten verbringt man seine freie Zeit vor dem Fernseher oder unterm Vordach. Zum Glück gibt es aber auch noch genügend andere Arten Camper-Menschen und andere Campingplätze, bei denen wir als Rundreisende mit Zelt uns auch wohlfühlten!]


Die Stadt Krk haben wir uns bereits früh morgens angeschaut, sodass sie noch sehr leer war :-) Also auch "leer", so wie ich es verstehe ;-) Von anderen Touristen und auch von Einheimischen haben wir ständig gehört, dass wir im Juni ja noch in der Vorsaison da sind und es im Juli und August (in der Hochsaison) noch viel viel voller werden wird. Die beste Reisezeit scheint deshalb Mai/Juni und September/Oktober zu sein. Wegen den weniger, aber immer noch mal als ausreichend vorhandenen Touristen, der niedrigeren Preise und wegen der etwas kühleren Temperaturen. Wobei das mit den Temperaturen für mich mal so gar nicht zutraf. Es war heiß. Viel zu heiß. Ich habe geschwitzt und geölt und mein Kreislauf war dauerhaft nach unten gedrückt. Mehrere Tassen Kaffee am Tag haben mir zwar das Überleben gesichert, aber schön fühlte sich mein Körper dabei nicht an. Um mich herum versicherten mir alle, dass es noch nicht so heiß wäre, schließlich war noch Frühling. Aber der ist halt so heiß, wie bei uns ein heißer Sommertag und den vertrag nun auch nicht so gut. Aklimatisiert habe ich mich leider den kompletten Urlaub über nicht und die bei meinem hellen Hauttyp notwendige Sonnencreme mit LSF 50 verschmolz fleißig mit meinem tropfenden Schweiß. Leider führte dieses Kreislaufproblem auch dazu, dass wir nicht wandern gehen konnten. Dabei hat Kroatien wunderschöne Berge und toll beschriebene Wanderwege. Mein Freund war neben mir das blühende Leben und er hätte locker 10 Grad mehr vertragen. Doch ich bzw. mein Körper kam beim besten Willen keinen noch so sehnlich angeblickten Berg hoch :-( So blieben uns "nur" alle flachen Regionen.

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Ausblick Meer

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Stadt

Die Stadt Krk hat einige schöne Gassen und Plätze, nette Lokale und Eisdielen. 

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Gassen Stadt Innenstadt

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Gassen Stadt Innenstadt

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Gassen Stadt Innenstadt

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Gassen Stadt Innenstadt

Nach zwei Tagen fuhren wir weiter. Zwischendurch hielten wir immer mal wieder an, wenn es uns gefiel. Von dem kommenden Foto habe ich mir den Ort leider nicht notiert...

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt

Wir fuhren die Küste hinunter, immer der Küstenstraße entlang. Während uns ständig in halsbrecherischen Akionen die Einheimischen und auch manche Touristen überholten, versuchten wir uns von den steilen Abhängen rechts von der Straße, die teilweise auch nicht über Leitplanken oder ähnliches verfügten, und dem daran anschließenden Meer ablenken zu lassen. Leider gab es mehrere auf der Straßenkarte und im Reiseführer verzeichnete Campingplätze nicht. So fuhren wir immer weiter. In Jablanac fuhren wir einige steile Serpentinen hinab bis wir in die kleine Fischerstadt gelangten. Steile Serpentinen können die in Kroatien übrigens richtig gut, wie wir in den nächsten Wochen noch erfahren sollten ;-) Den angegebenen Campingplatz gab es natürlich auch nicht. Dafür einen redseligen Besitzer einer Konoba (so das Wort für kleine Restaurants), der mir die erste echte Limo Kroatiens andrehte! Ein Gedicht, ehrlich! Hausgemacht aus zerkleinerter Zitrone mit Wasser. Zum vollen Glas gibts 2 oder 3 Päckchen Zucker, die man sich selbst hineinmischen kann, wenn man mag. Mir war der Geschmack genau richtig und ab da an bestellte ich ungefähr überall immer Limo. Überall, wo es die gab, war sie auch immer hausgemacht! Sehr lecker! Der besagte Kellner schickte uns noch zu Fuß ein Stück weiter zu der unter Naturschutz stehenden Bucht Zavratnica. Der Weg dorthin war sehr schön, doch weil es immer später wurde, der Weg recht lang war und wir ja noch weiter zu irgendeinem Campingplatz wollten, zahlten wir dann nicht die geforderte Gebühr um die Bucht selbst anzuschauen. 


Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Jablanac Fischerort Hafen

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Jablanac Fischerort Hafen

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Jablanac Fischerort Hafen

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Jablanac Fischerort Hafen

Ach ja, hier im Ort gibt es gerade mal 20 m über dem Meeresspiegel die wahrscheinlich niedrigste Berghütte der Welt ;-)

Zurück am Auto schauten wir auf der Karte nach nun bald erreichbaren Campingplätzen. Kurzerhand entschieden wir uns mit der Fähre auf die Insel Pag überzusetzen. Dort gibt es zwar auch einen großen, sehr bekannten Partyort und auch ein großes Camping-Village (Ja, Village wie Dorf und es sieht wirklich aus wie ein Dorf. Wir standen davor und haben uns den zig Seiten langen Prospekt angeschaut.), doch zum Glück auch einen findigen, fließend englisch sprechenden Mitarbeiter in der Touristeninfo in der Stadt Pag. Der hat mich auf meine Frage, wo wir zelten könnten, wenn wir nicht ins Village wollen und auch keine Party-People um uns herum haben möchten, nach Povljana geschickt. Dort gab es dann sogar zwei Campingplätze und wir haben uns für den kleineren entschieden. Der Platz war schön und das Meer direkt gegenüber. Doch es ist eine Touristenstadt. Einheimische bzw. eine gewachsene Wohnbebauung gibt es hier nicht wirklich. So kurz vor der Hauptsaison war es noch sehr verlassen. Die Authentizität Kroatiens ist hier leider etwas abhanden gekommen.... Doch wir kauften uns im Supermarkt zwei Flaschen Bier und setzten uns am Hafen auf die Steine. Hier habe ich übrigens das erste Mal in meinem Leben Steine übers Wasser springen lassen! Klar, es waren dann zum Schluss so ungefähr 2 Hüpfer, die ich mit den besten Würfen zustande brachte, aber für mein erstes Mal war ich sehr zufrieden!

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana

Neben uns waren übrigens zwei Väter mit ihren zwei Kindern beschäftigt auf ihre Art Steine ins Wasser zu schmeißen. Sie nahmen je nach Körpergröße mal größere oder auch kleinere Steine und warfen sie mit viel herzlichem Lachen und viel hochspritzendem Wasser ins Meer :-) Auch wenn wir kein Wort verstanden, so war es doch herrlich sie bei ihrem ausgelassenen Treiben zu beobachten.

Hier sahen wir am Meer übrigens auch die ersten Seeigel, vor denen wir schon sehr deutlich gewarnt worden waren. Gesa hatte mir die aus ihrem Kroatienurlaub verbliebenen Schwimmschuhe und die Schnorchelausrüstung ausgeliehen. Und die Schuhe waren nicht nur wegen der Seeigel, sondern auch wegen der überall vorherrschenden Kiesstrände sehr notwendig. Kies hat den unschlagbaren Vorteil, dass das Wasser strahlendblau ist, aber auch den pieksigen Nachteil, dass es echt steinig unter den Füßen wird.

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana
Das schwarze hier sind übrigens alles Seeigel.

Das Meer ist wirklich sehr blau. Doch ich bin auch sehr wasserscheu. Ich habe Angst vor Wasser und vor allem was darin lebt. Ja, ich weiß, super Idee, dann in ein Land wie Kroatien zu fahren. Mein Freund hat sie schlappgelacht, wenn ich vor Ekel quiekend auf höheren Steinen stand, Meeresgetier beobachtete und dabei versuchte, nicht ausversehen ins Wasser zu fallen. Dies trifft sich natürlich herrlich, wenn man einen Strandtag einlegt. Ich war mal so was von nichtentspannt. Und außerdem war mir heiß und die Sonne war zu hell, trotz mitgebrachtem Sonnenschirm. Meer anschauen: herrlich. Meer berühren: iiiiiihhhhhh!!!! In meiner Kindheit war ich nie am Meer und auch wenn ich wirklich sehr sicher schwimmen kann, ist Wasser doch kein Element was ich unbedingt um mich herum haben muss. Das ist mir zu unbekannt, zu gewaltig, zu mächtig, zu angsteinflössend, zu riesig... (Um die Spannung etwas aufzubauen: ich brauchte eine Woche um diesen Ekel zu überwinden. Doch dazu bald mehr.)

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana

Seht ihr die Berge im Hintergrund? Das ist das Velebit-Gebirge.

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana

Die Insel Pag ist übrigens für ihren Käse sehr berühmt. Den haben wir uns in einer Konoba mitsamt hausgemachtem Schinken und anderen Leckereien schmecken lassen :-) Ihr merkt schon, in diesem Urlaub fiel das Wandern flach, dafür siegte das leckere Essen ;-)

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana


So, das war die erste Woche. Bald kommen wir zu der kommenden Zeit und den noch vor uns liegendenen Kilometern (3.500 gefahrene Kilometer müssen schließlich nach drei Wochen ihre Berechtigung haben) und den noch unbekannten Orten und Erlebnissen! Und es fehlen noch einige Liter leckersten kroatischen Weins, Schnaps und von mir vergoßenem Schweiß...

Hier auf der Karte seht ihr die gerade geschilderten Orte unserer frei und spontan gewählten Route:



Bis bald mit weiteren Fotos und Geschichten :-)

Doviđenja!



Interessiert ihr euch auch für die anderen Teile der Reise? Dann schaut mal hier: