Mittwoch, 19. Juli 2017

Leckerstes Schoko-Heidelbeer-Süßkartoffeleis passt perfekt zu diesen sommerlichen Temperaturen

Dass ich heute ein sooo leckeres Eis in Händen halte, verdanke ich einer Vorgeschichte und der daraus resultierenden Resteverwertung:

Am Wochenende war eine (schwangere) Freundin von mir zu Besuch. Wie ich so bin, halte ich zum Kaffeetrinken dann gerne eine Kleinigkeit an irgendwas lecker-süßem bereit. Zum Glück hatte sie mir vorher noch erzählt, dass bei ihr letztens Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert wurde und sie deshalb echt auf ihre Ernährung achtet, um möglichst keine Spritzen zu brauchen.

So sah ich mich also im weiten Internet um, was denn da wohl noch so geht, was bei Schwangerschaftsdiabetes den Blutzuckerspiegel stabil hält und welche Arten von Zucker/Süßungsmitteln geeignet sind. Natürlich geht da noch eine Menge. Bei Nike entdeckte ich dann relativ schnell ein ziemlich tolles und einfach zubereitetes Schokoladenmousse-Rezept, das gerade mal auf drei Zutaten basiert:
  • Süßkartoffeln
  • Roh-Kakaopulver
  • etwas zum Süßen
Als Süßungskomponente habe ich mich für Kokosblütenzucker entschieden. (Zubereitung ist denkbar einfach: Süßkartoffel weich kochen, mit Kakaopulver und Kokosblütenzucker in den Mixer, fertig.)

Das Ganze wollte ich noch etwas aufpeppen. So habe ich fix rohvegane Schokolade aus Kokosöl, Roh-Kakaopulver und Kokosblütenzucker angerührt, in Eiswürfelformen gefüllt, im Kühlschrank fest werden lassen, dann in Stücke gehackt und unter die Schokoladenmousse gerührt.

Als meine Freundin da war, habe ich ungesüßte, steifgeschlagene Sahne und Heidelbeeren dazu gereicht und wir haben uns schlemmend über diese süße Pracht hergemacht :-) Glaubt mir, es war einfach zu köstlich!

Sicherheitshalber hat meine Freundin nach dem Essen noch mal ihren Blutzuckerwert überprüft, weil sie nicht glauben konnte, dass das schokoladig-süße Kaffeekränzchen wirklich so gesund sein soll, wie ich es ihr erzählt habe. Und siehe da: ihr Wert hat sich NICHT bewegt :-)  

Ein bißchen von allem blieb zum Schluss noch übrig und so entschied ich mich, einfach alles zusammen zu rühren und in diese Eisformen vom Möbel-Schweden zu füllen.

Eis Schokolade Heidelbeere Blaubeere Sahne Süßkartoffel gesund selbstgemacht Resteverwertung Eis am Stiel Rezept Schwangerschaftsdiabetes

Und nun habe ich bei dem allerschönsten und allerheißesten Sommerwetter das allerleckerste Eis in Händen bzw. bald im Magen ;-)

Eis Schokolade Heidelbeere Blaubeere Sahne Süßkartoffel gesund selbstgemacht Resteverwertung Eis am Stiel Rezept Schwangerschaftsdiabetes

Hihi :-)



ACHTUNG: Ich übernehme keine Haftung, dass dieses Rezept bei jeder von euch bei einer evtl. Schwangerschaftsdiabetes geeignet ist! Sprecht im Zweifelsfall mit eurer Frauenärztin/eurem Frauenarzt oder wer auch immer euch sonst berät!

Montag, 17. Juli 2017

1 Woche lang haben wir jeden Tag 5 Minuten vergeudet und uns damit echt viel Lebenszeit geschenkt - #diegeschenkten5minutenchallenge

Ihr Lieben! Als ich vorletzte Woche zu meiner einwöchigen #diegeschenkten5minutenchallenge aufrief, war ich sehr neugierig, womit ihr so alles eure 5 Minuten täglich vergeudet um euch damit etwas zeitlose Zeit und einen gedankenleeren Kopf zu schenken :-) Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Da sind die Woche über echt richtig tolle 5-Minuten-Geschichten von euch zusammen gekommen! Herrlichst! :-D Gestern war leider schon der letzte Tag :-/

Für alle, die gerade nicht wissen, wovon ich hier rede: in der Challenge ging es darum, sich jeden Tag eine Auszeit von 5 Minuten zu nehmen und hierbei seine Zeit mit etwas vermeintlich Sinnlosem zu verschwenden. Irgendwas, das wir im normalen Alltag nicht machen würden, weil es eigentlich totaler Blödsinn ist. Wie die teilnehmenden Leute und ich selbst natürlich auch sehr schnell gemerkt haben: diese kurze Zeitspanne des Zeitvertrödelns reicht schon aus, um eine tolle Gedankenleere im Kopf zu erzeugen und hinterher viel gelassener im Alltag weiter zu machen. Einfach mal den Alltagstrott anhalten und sich hingebungsvoll einer nutzlosen Tätigkeit hingeben befreit ungemein!

Mir wurde das jeden Tag der letzten Woche immer deutlicher und ich freute mich täglich auf "meine" 5 Minuten. Genauso gespannt war ich, womit alle teilnehmenden Leute ihre Zeit vergeuden würden. Auf Instagram und Facebook kamen da echt tolle Dinge zu stande!

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So hat z. B. travel.eat.play.enjoy die 5 Minuten für einen Spaziergang um den Block genutzt:



Dagmar hat bewusst eine Fliege auf ihrem Bein nicht verscheucht, sondern diese ganz genau betrachtet:



Carolin hat im Wald "Fabelwesen" gesichtet:



Petra einen sonnigen Morgen dazu genutzt eine Schildkörte zu beobachten:



Sandra hat mit einem Fidget Spinner gespielt:

Ein Beitrag geteilt von sandrasstrickstuecke (@sandrasstrickstuecke) am


Charlie ist mit einem Ball auf dem Trampolin gesprungen:


Angelika hat auf Facebook über ihre Schmetterlingsbeobachtung berichtet:



Das sind nur einige der grandiosen 5-Minuten! Hier kommen die kompletten teilnehmenden 5-Minuten-Geschichten in der Übersicht! Wenn ihr sie euch im Detail ansehen wollt, dann klickt HIER und scrollt euch durch :-) Sobald ihr dort auf eines der Fotos klickt, öffnet es sich und ihr könnt es euch mitsamt der Geschichte darunter durchlesen! Glaubt mir, es lohnt sich :-)


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(So ganz nebenbei bemerkt: diese ganzen 5-Minuten-Geschichten eignen sich hervorragend als Achtsamkeitstraining und teilweise sogar perfekt um sich mit seinem inneren Kind zu beschäftigen. Denn mal ehrlich, viele dieser 5-Minuten wurden mit Tätigkeiten vergeudet, die wir das letzte Mal als Kind gemacht haben und die für Erwachsene eher untypisch sind. Das innere Kind freut sich immer, wenn wir es hin und wieder mal beachten und ein wenig mit ihm spielen :-) So bekommt es ein wenig Aufmerksamkeit und wir spüren viel besser in uns hinein.)

Ich bedanke mich sehr für eure tolle und inspirierende Teilnahme:

Dagmar von BeMindfulBerlin, Iris von IR Impulsraum, Charlie von Häkelstern, Oma Rosa, Christina von Wishtick, Nina von Ninas creative mess bzw. von simply.me.nina, Silvana von Kalte Schnauze, Nicole von Moments of mine, travel.eat.play.enjoy, Petra Smarsch Kinesiologie, Sandra von Sandras Strickstücke, Fräulein D. aus D., Carolin von Berg und Flachlandabenteuer, Sonja von Hundebengel Charly, Lola Stern von andere Aussichten, Carolin von Motus.Berlin, Mina von Niemals Mina, Coco Lores Ruhr, Gesa von gesa.unterwegs, Pea von Flocks und Klacks, etnaty, Mela von Frickeltante, Mareike von Unsinnsuche, Sarah von Schlammbama.

Einige von euch bzw. eure Accounts habe ich erst durch meine Challenge auf Instagram entdeckt! Wie toll, über eine solche Aktion auf so kreative Menschen zu stoßen :-)

Ich selbst habe in Erde gewühlt, mit einem Tanzband im Park getanzt, den Regen beobachtet, morgens auf meinem Arbeitsweg für 5 Minuten an einem Brunnen gesessen und dort einen mitgebrachten Kaffee getrunken, am Dortmunder Wall dem Verkehr zugeschaut, bin nicht auf Ritzen und Fugen getreten und habe sehr bewusst einen Mandelmilchkakao mit Lavendelzucker getrunken.

Nachdem ich so viele so positive Rückmeldungen von euch bekommen habe, weil die vertrödelten 5 Minuten so wertvolle geschenkte 5 Minuten an sich selbst sind, möchte ich die Aktion gerne weiterführen. Und zwar ohne Challenge oder zeitliche Befristung. Wenn ihr also weiterhin Lust auf eine kleine Zeitvergeudung habt und euch mal 5 Minuten so richtig schön sinnlos beschäftigen möchtet, teilt eure Erlebnisse sehr gerne unter dem Hashtag: #diegeschenkten5minuten :-) Ich freu mich drauf!

Nina hat hier über ihre Woche mit den 5 Minuten und wie wichtig ihr diese Zeitspanne wurde gebloggt!

(Wenn ihr auch einen Blogpost über eure 5-Minuten-Erfahrungen schreibt, schreibt mir gerne den entsprechenden Link unten in die Kommentare. Ich verlinke ihn dann hier!)

Ich wünsche euch eine schöne Woche mit einigen schönen Auszeitmomenten! :-)

Mittwoch, 5. Juli 2017

#diegeschenkten5minutenchallenge oder auch: ich möchte mal wieder Zeit vergeuden und das eine Woche lang mit euch zusammen

Wisst ihr noch, wie ich euch letztes Jahr im Juni von meinem Zeit-verschwenden-Projekt erzählt habe? Damals hatte ich immer mal wieder einfach so 5 Minuten vergeudet und zwar mit vermeintlich sinnlosen Dingen. Einmal habe ich 5 Minuten lang mit einem Strohhalm im Kakao geblubbert, dann habe ich auf einer Mauer balanciert und ein anderes Mal einen Handstand gemacht. Der Sinn dahinter war, dass ich mich mit dem Nichtstun und Kopfausschalten so unglaublich schwer tue und das aber mit diesem Projekt erreichen wollte. Denn das Nichtstun und der leere Kopf verlängern den Tag, weil genau in diesem Zustand die Zeit aufhört zu rasen und manchmal sogar einfach stehen bleibt! Während meines Projektes habe ich mir so jeden Tag 5 Minuten geschenkt :-)
 
Nun hatte ich mir damals vorgenommen, dass häufiger zu machen. Einfach mal alle Töne am Handy ausmachen, den Wecker auf in 5 Minuten stellen und dann nach Herzenslust die Zeit vergeuden. Es kam wie es kommen musste: ich verlor meine Idee aus den Augen und meine Tage waren wieder 5 Minuten kürzer...

Als ich vorhin mit Mina zur Hunderunde im Wald war, fiel mir das ganze Projekt aber wieder ein. Und so sponn ich meine Gedanken etwas hin und her und währenddessen vergeudete ich einfach mal ganz fleißig ganz viel Zeit. So ganze ohne 5 Minuten-Wecker oder ähnliches. Ich balancierte auf einem umgefallenen Baumstamm, ich zog meine Schuhe aus und lief rückwärts barfuß einen Weg entlang. Irgendwann kam ich auf die glorreiche Idee nur auf Zehenspitzen zu balancieren. Das habe ich aufgrund von akuten Fußpieksern schnell wieder sein gelassen ;-) Auf einmal war die Hunderunde um einige Zeit länger geworden. Zwar nicht auf der Uhr, aber im Gefühl. So habe ich mir heute einige wertvolle Minuten geschenkt!

Zeit vergeuden Achtsamkeit Entschleunigung Wald Hund Spaziergang balancieren Baumstamm diegeschenkten5minutenchallenge

Zeit vergeuden Achtsamkeit Entschleunigung Wald Hund Spaziergang  diegeschenkten5minutenchallenge barfuß rückwärts gehen

Zeit vergeuden Achtsamkeit Entschleunigung Wald Hund Spaziergang  diegeschenkten5minutenchallenge barfuß Zehenspitzen

Und während ich so herrlich gedankenverloren vor mich hintapste, kam mir die Idee, das ganze 5-Minuten-vergeuden-Ding doch einfach noch mal zu machen. Diesmal aber eine ganze Woche jeden Tag 5 Minuten. Das ganze als Projekt, wo jede(r) von euch ganz zwanglos mitmachen kann! Schließlich kann der ein oder andere von euch auch mal ein paar Minuten mehr gebrauchen und gemeinsam macht sowas ja auch gleich nochmal mehr Spaß, oder? Um es noch etwas hipper zu gestalten, nenne ich das ganze einfach mal Challenge :-)

Und zwar habe ich mir folgendes überlegt:
  • Los gehts am kommenden Montag, den 10. Juli 2017. 
  • Die Challenge geht eine Woche lang (sprich: bis Sonntag, den 16. Juli 2017).
  • Nehmt euch von Montag bis Sonntag jeden Tag 5 Minuten und vergeudet eure Zeit mit allem, wonach euch grad der Sinn steht! 
  • Wenn ihr Lust habt, postet eure vermeintlich sinnlosen Beschäftigungen auf Instagram unter dem Hashtag #diegeschenkten5minutenchallenge.
  • Wenn ihr einen Blog habt und im Nachgang einen eigenen Blogpost mit euren Zeitvergeudungsmomenten verfassen möchtet, dann fügt den entsprechenden Link einfach hier in den Kommentaren ein. 

Ich mache natürlich auch mit und werde hierzu jeden Tag auf Instagram ein aktuelles Zeitverschendungs- bzw. Geschenktezeitfoto veröffentlichen :-) Ein paar Ideen habe ich schon, womit ich meine Zeit vergeuden möchte. Doch es sind noch nicht genug, um damit 7 Tage zu füllen. Mir kribbelt es schon in den Fingern, weitere Ideen zu sammeln und dann am Montag damit loszulegen!

Habt ihr Lust mitzumachen? Ich freu mich darauf mit euch gemeinsam meine Zeit zu verschwenden :-) Und ich bin schon sehr gespannt, womit ihr so sinnlos beschäftigt sein werdet!

Samstag, 1. Juli 2017

3 Wochen Sommerurlaub sind rum - heute starten wir mit der Anreise über Passau bis hin zu den ersten Tagen in der Kvarner Bucht

Ich melde mich zurück aus dem diesjährigen dreiwöchigen Sommerurlaub! Der Alltag hat mich nun seit einer Woche wieder, doch heute blicke ich zurück und versinke in den Erinnerungen an die freie Zeit :-) Mein Freund und ich waren mit Auto, Zelt, Reiseführer und Landkarte unterwegs und haben uns frei-Schnauze treiben lassen. In Schweden hatte dieses Vorgehen im letzten Jahr so gut funktioniert, dass wir es dieses Jahr wieder so machen wollten.

Doch eine Änderung sollte es nach Minas Leishmaniose-Diagnose im letzten Herbst geben. Als der Frühling nahte, bemerkte ich, dass sie die wärmeren Temperaturen gar nicht mehr gut verträgt :-( Das ist ein Teil der Krankheit, auch wenn sie sonst dank der Tabletten derzeit echt gutaussehend und fiedel durchs Leben springt. Zum Glück erklärte sich meine Mutter (sprich: Minas Oma) bereit, sie für die Zeit zu nehmen. Deshalb planten wir unsere Kroatien-Anreise so, dass wir in der Nähe von Passau bei meiner Oma übernachteten und Mina im Bayerischen Wald bei meiner Mutter fürs Ferienlager absetzten. (Dazu gibts bestimmt noch mal einen extra Beitrag ;-) Mina hatte nämlich eine für sie sehr spannende Zeit!)

Mein kleines Auto war bis oben hin bepackt und so starteten wir am ersten Urlaubstag in Richtung Passau. Totmüde kamen wir abends bei meiner Oma an.

Passau Sommer To-Do-Liste Bucketlist Anreise Kroatien Campingurlaub
Passau ist immer wieder einen Besuch wert!

Passau Sommer To-Do-Liste Bucketlist Anreise Kroatien Campingurlaub

Am nächsten Tag hatten wir für mittags mit ihr verabredet einen leckeren, fangfrischen Donaufisch im bei uns so geliebten Kornexl essen zu gehen. Für uns drei gab es eine große Brachse :-)

Passau Sommer To-Do-Liste Bucketlist Anreise Kroatien Campingurlaub

Am nächsten Tag brachten wir Mina zu meiner Mutter. Mir wurde das Herz immer schwerer; schließlich war es die erste richtig lange Trennung von uns beiden seit 3,5 Jahren! Um mich (und Mina) zu überlisten, blieben wir erst eine Weile bei meiner Mutter im Haus, ließen sie dann mit ihrem Schlafkissen dort und gingen in einem Nachbardorf beim Hubertus Stüberl lecker essen.

Danach setzten wir meine Mutter nur noch vor der Haustür ab und fuhren schnell weiter. Doch glaubt mir, mir fiel das alles andere als leicht und es floßen so einige Tränen auf der Heimfahrt zu meiner Oma... Und so habe ich im Urlaub zwar das Internet ausgehabt, doch mein Handy alle 3 bis 4 Tage eingeschaltet um per SMS von Minas Wohlergehen zu erfahren.

Wieder zurück bei meiner Oma, planten wir die Weiterfahrt nach Kroatien für den kommenden Tag. Und nun lacht mich ruhig aus, aber mir war nicht klar, dass wir durch die Ausläufer der Alpen fahren. (Ja, ich weiß, das klang schon in der Schweiz nicht wirklich glaubhaft, aber ich habe geographisch wirklich wenig Ahnung...) Ebenso wenig habe ich vorher realisiert, dass wir durch die verschiedensten, zum Teil kostenpflichtigen Tunnel in Österreich fahren müssen. Ja, andere Leute informieren sich vorm Urlaub. Ich stöbere etwas im Reiseführer, studiere die Ziel-Landkarte und klicke im Internet etwas hin und her. Da können einem die Alpen und die Tunnel ja mal durchgehen. Dass wir generell in Österreich, Slowenien und Kroatien Maut zahlen müssen, das wusste aber sogar ich.

Auf jeden Fall ging es am nächsten Tag früh los und ich freute mich riesig, als ich die ersten Berge erblickte. Als ich dann durch die langen Tunnel durch diese Berge hindurchfahren musste, freute ich mich nicht mehr ganz so. Doch bis zum Ende des Urlaubs wurde ich eine sehr geübte und routinierte Tunnelfahrerin! Tunnel? Pah, Klackssache!

Anreise Kroatien Campingurlaub Rundreise Österreich Alpen Autobahn

In Slowenien verließen wir kurz vor der kroatischen Grenze die Autobahn und fuhren über normale Straßen weiter, um in Kroatien nicht auch noch auf der Autobahn Maut zahlen zu müssen. Außerdem reist es sich vor Ort ohne Autobahnschnelligkeit eh viel schöner und entschleunigter! Unser erstes grobes Ziel hatten wir uns dann auf der Fahrt ausgeguckt: es sollte die Insel Krk werden. Die liegt in der Kvarner Bucht, die wiederum zwischen den Regionen Istrien und Dalmatien liegt. Auf die Insel kommt man übrigens bequem über eine kostenpflichtige Brücke. Die Straßen auf Krk sind sehr kurvenreich und hier heizen die Autos ordentlich und überholen mehr als abenteuerlich. So erfuhren wir bereits hier, wie sich der Straßenverkehr der kommenden Zeit gestalten sollte: kurvig, rasende Autos, (viel zu) riskante Überholmanöver. Und unsereins als Tourist, der gerne lebend und ohne Knöllchen aus dem Urlaub zurückkommen möchte, hält sich brav an alle Geschwindigkeitslimits und schüttelt nur immer wieder ungläubig den Kopf, wenn eine brenzlige Situation doch unfallfrei geendet ist.

Letztendlich landeten wir auf der Insel Krk in der Stadt Krk. Dort steuerten wir mittlerweile wieder ziemlich totmüde den ersten Campingplatz an und sahen mit schreckgeweiteten Augen beim Näherheranfahren, wie riesig der war. Doch wir gingen zur modernen, sauberen Anmeldung und bekamen mit, wie eine deutsche Touristin drei topgestylte Angestellte anschrie, dass sie nun schon seit Sonntag hier wäre und der Grill ständig an ihr vorbei getragen würde. Das würde sie nicht länger hinnehmen. Es ergab für uns zwar keinen logischen Sinn, was die Dame von sich gab, aber die gesamte Atmosphäre veranlasste uns die Rezeption ziemlich schnell zu verlassen und zum nächsten Campingplatz weiterzufahren. Und das war genau richtig! Wir landeten auf einem schönen, überschaubaren Platz, der auf einem alten Olivenhain angelegt ist und noch dazu eine Art Aussichtsplattform hatte, von der wir eine wundervolle Aussicht genießen konnten.

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Ausblick Meer

In dem gemütlichen Lokal des Platzes haben wir uns abends leckeren Wein von vor Ort schmecken lassen, das richtig gute Essen dort genossen und zum Abschluss natürlich auch einen leckeren hausgemachten Schnaps bekommen :-)

[Hier fiel es uns übrigens das erste mal so richtig auf. Kroatien ist ein mittlerweile sehr touristisch geprägtes Land, zumindest an dem gesamten Küstenstreifen. Wir waren ständig von Touristen umgeben, die größtenteils deutschsprachig waren. Alle Kellner, Campingplatzbetreiber... sprachen mindestens fast fließend Englisch, wenn nicht sogar ein echt gutes Deutsch. Nach der ruhigen Abgeschiedenheit in Schweden im letzten Jahr war das mal eine ganz andere Hausnummer. Nicht alle deutschsprachigen Touristen sahen die mehrsprachig-flüssige Verständigung übrigens als etwas ungewöhnliches an. Wir selbst haben erlebt und von anderen Campern ebenfalls gehört, wie frech und fordernd einige Touristen auftreten können, wenn sie mit Deutsch nicht weiterkamen. Außerdem ist es in Kroatien üblicher als wir es bisher kannten, dass es große Campingplätze gibt, wo man etwa ein Jahr im Voraus eine bestimmte Parzelle reserviert und sich von hier nicht mehr wegbewegt. Also im wörtlichen Sinne. Da wird noch das Vorzelt aufgebaut, die Schüssel ausgerichtet (Wehe, die hat keinen Empfang! Dann fährt man weiter!) und der Sitz gemütlich gemacht. Hin und wieder geht man zwar mal schwimmen, aber ansonsten verbringt man seine freie Zeit vor dem Fernseher oder unterm Vordach. Zum Glück gibt es aber auch noch genügend andere Arten Camper-Menschen und andere Campingplätze, bei denen wir als Rundreisende mit Zelt uns auch wohlfühlten!]


Die Stadt Krk haben wir uns bereits früh morgens angeschaut, sodass sie noch sehr leer war :-) Also auch "leer", so wie ich es verstehe ;-) Von anderen Touristen und auch von Einheimischen haben wir ständig gehört, dass wir im Juni ja noch in der Vorsaison da sind und es im Juli und August (in der Hochsaison) noch viel viel voller werden wird. Die beste Reisezeit scheint deshalb Mai/Juni und September/Oktober zu sein. Wegen den weniger, aber immer noch mal als ausreichend vorhandenen Touristen, der niedrigeren Preise und wegen der etwas kühleren Temperaturen. Wobei das mit den Temperaturen für mich mal so gar nicht zutraf. Es war heiß. Viel zu heiß. Ich habe geschwitzt und geölt und mein Kreislauf war dauerhaft nach unten gedrückt. Mehrere Tassen Kaffee am Tag haben mir zwar das Überleben gesichert, aber schön fühlte sich mein Körper dabei nicht an. Um mich herum versicherten mir alle, dass es noch nicht so heiß wäre, schließlich war noch Frühling. Aber der ist halt so heiß, wie bei uns ein heißer Sommertag und den vertrag nun auch nicht so gut. Aklimatisiert habe ich mich leider den kompletten Urlaub über nicht und die bei meinem hellen Hauttyp notwendige Sonnencreme mit LSF 50 verschmolz fleißig mit meinem tropfenden Schweiß. Leider führte dieses Kreislaufproblem auch dazu, dass wir nicht wandern gehen konnten. Dabei hat Kroatien wunderschöne Berge und toll beschriebene Wanderwege. Mein Freund war neben mir das blühende Leben und er hätte locker 10 Grad mehr vertragen. Doch ich bzw. mein Körper kam beim besten Willen keinen noch so sehnlich angeblickten Berg hoch :-( So blieben uns "nur" alle flachen Regionen.

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Ausblick Meer

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Stadt

Die Stadt Krk hat einige schöne Gassen und Plätze, nette Lokale und Eisdielen. 

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Gassen Stadt Innenstadt

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Gassen Stadt Innenstadt

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Gassen Stadt Innenstadt

Kroatien Campingurlaub Rundreise Insel Krk Gassen Stadt Innenstadt

Nach zwei Tagen fuhren wir weiter. Zwischendurch hielten wir immer mal wieder an, wenn es uns gefiel. Von dem kommenden Foto habe ich mir den Ort leider nicht notiert...

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt

Wir fuhren die Küste hinunter, immer der Küstenstraße entlang. Während uns ständig in halsbrecherischen Akionen die Einheimischen und auch manche Touristen überholten, versuchten wir uns von den steilen Abhängen rechts von der Straße, die teilweise auch nicht über Leitplanken oder ähnliches verfügten, und dem daran anschließenden Meer ablenken zu lassen. Leider gab es mehrere auf der Straßenkarte und im Reiseführer verzeichnete Campingplätze nicht. So fuhren wir immer weiter. In Jablanac fuhren wir einige steile Serpentinen hinab bis wir in die kleine Fischerstadt gelangten. Steile Serpentinen können die in Kroatien übrigens richtig gut, wie wir in den nächsten Wochen noch erfahren sollten ;-) Den angegebenen Campingplatz gab es natürlich auch nicht. Dafür einen redseligen Besitzer einer Konoba (so das Wort für kleine Restaurants), der mir die erste echte Limo Kroatiens andrehte! Ein Gedicht, ehrlich! Hausgemacht aus zerkleinerter Zitrone mit Wasser. Zum vollen Glas gibts 2 oder 3 Päckchen Zucker, die man sich selbst hineinmischen kann, wenn man mag. Mir war der Geschmack genau richtig und ab da an bestellte ich ungefähr überall immer Limo. Überall, wo es die gab, war sie auch immer hausgemacht! Sehr lecker! Der besagte Kellner schickte uns noch zu Fuß ein Stück weiter zu der unter Naturschutz stehenden Bucht Zavratnica. Der Weg dorthin war sehr schön, doch weil es immer später wurde, der Weg recht lang war und wir ja noch weiter zu irgendeinem Campingplatz wollten, zahlten wir dann nicht die geforderte Gebühr um die Bucht selbst anzuschauen. 


Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Jablanac Fischerort Hafen

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Jablanac Fischerort Hafen

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Jablanac Fischerort Hafen

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Jablanac Fischerort Hafen

Ach ja, hier im Ort gibt es gerade mal 20 m über dem Meeresspiegel die wahrscheinlich niedrigste Berghütte der Welt ;-)

Zurück am Auto schauten wir auf der Karte nach nun bald erreichbaren Campingplätzen. Kurzerhand entschieden wir uns mit der Fähre auf die Insel Pag überzusetzen. Dort gibt es zwar auch einen großen, sehr bekannten Partyort und auch ein großes Camping-Village (Ja, Village wie Dorf und es sieht wirklich aus wie ein Dorf. Wir standen davor und haben uns den zig Seiten langen Prospekt angeschaut.), doch zum Glück auch einen findigen, fließend englisch sprechenden Mitarbeiter in der Touristeninfo in der Stadt Pag. Der hat mich auf meine Frage, wo wir zelten könnten, wenn wir nicht ins Village wollen und auch keine Party-People um uns herum haben möchten, nach Povljana geschickt. Dort gab es dann sogar zwei Campingplätze und wir haben uns für den kleineren entschieden. Der Platz war schön und das Meer direkt gegenüber. Doch es ist eine Touristenstadt. Einheimische bzw. eine gewachsene Wohnbebauung gibt es hier nicht wirklich. So kurz vor der Hauptsaison war es noch sehr verlassen. Die Authentizität Kroatiens ist hier leider etwas abhanden gekommen.... Doch wir kauften uns im Supermarkt zwei Flaschen Bier und setzten uns am Hafen auf die Steine. Hier habe ich übrigens das erste Mal in meinem Leben Steine übers Wasser springen lassen! Klar, es waren dann zum Schluss so ungefähr 2 Hüpfer, die ich mit den besten Würfen zustande brachte, aber für mein erstes Mal war ich sehr zufrieden!

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana

Neben uns waren übrigens zwei Väter mit ihren zwei Kindern beschäftigt auf ihre Art Steine ins Wasser zu schmeißen. Sie nahmen je nach Körpergröße mal größere oder auch kleinere Steine und warfen sie mit viel herzlichem Lachen und viel hochspritzendem Wasser ins Meer :-) Auch wenn wir kein Wort verstanden, so war es doch herrlich sie bei ihrem ausgelassenen Treiben zu beobachten.

Hier sahen wir am Meer übrigens auch die ersten Seeigel, vor denen wir schon sehr deutlich gewarnt worden waren. Gesa hatte mir die aus ihrem Kroatienurlaub verbliebenen Schwimmschuhe und die Schnorchelausrüstung ausgeliehen. Und die Schuhe waren nicht nur wegen der Seeigel, sondern auch wegen der überall vorherrschenden Kiesstrände sehr notwendig. Kies hat den unschlagbaren Vorteil, dass das Wasser strahlendblau ist, aber auch den pieksigen Nachteil, dass es echt steinig unter den Füßen wird.

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana
Das schwarze hier sind übrigens alles Seeigel.

Das Meer ist wirklich sehr blau. Doch ich bin auch sehr wasserscheu. Ich habe Angst vor Wasser und vor allem was darin lebt. Ja, ich weiß, super Idee, dann in ein Land wie Kroatien zu fahren. Mein Freund hat sie schlappgelacht, wenn ich vor Ekel quiekend auf höheren Steinen stand, Meeresgetier beobachtete und dabei versuchte, nicht ausversehen ins Wasser zu fallen. Dies trifft sich natürlich herrlich, wenn man einen Strandtag einlegt. Ich war mal so was von nichtentspannt. Und außerdem war mir heiß und die Sonne war zu hell, trotz mitgebrachtem Sonnenschirm. Meer anschauen: herrlich. Meer berühren: iiiiiihhhhhh!!!! In meiner Kindheit war ich nie am Meer und auch wenn ich wirklich sehr sicher schwimmen kann, ist Wasser doch kein Element was ich unbedingt um mich herum haben muss. Das ist mir zu unbekannt, zu gewaltig, zu mächtig, zu angsteinflössend, zu riesig... (Um die Spannung etwas aufzubauen: ich brauchte eine Woche um diesen Ekel zu überwinden. Doch dazu bald mehr.)

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana

Seht ihr die Berge im Hintergrund? Das ist das Velebit-Gebirge.

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana

Die Insel Pag ist übrigens für ihren Käse sehr berühmt. Den haben wir uns in einer Konoba mitsamt hausgemachtem Schinken und anderen Leckereien schmecken lassen :-) Ihr merkt schon, in diesem Urlaub fiel das Wandern flach, dafür siegte das leckere Essen ;-)

Kroatien Campingurlaub Rundreise Meerblick Fahrt Insel Pag Povljana


So, das war die erste Woche. Bald kommen wir zu der kommenden Zeit und den noch vor uns liegendenen Kilometern (3.500 gefahrene Kilometer müssen schließlich nach drei Wochen ihre Berechtigung haben) und den noch unbekannten Orten und Erlebnissen! Und es fehlen noch einige Liter leckersten kroatischen Weins, Schnaps und von mir vergoßenem Schweiß...

Hier auf der Karte seht ihr die gerade geschilderten Orte unserer frei und spontan gewählten Route:



Bis bald mit weiteren Fotos und Geschichten :-)

Doviđenja!

Sonntag, 21. Mai 2017

Wenn der Kopf zu übervoll ist - dann helfen nur noch Wald und Wasser

Die letzte Woche war so gar nicht meine. Rückenschmerzen, so stark als wären sie direkt vom Teufel persönlich heraufbeschworen worden, plagten mich. Die Laune war dauerhaft im Keller. Die Gedanken rasten. Das Herz machte Sprünge, aber nicht vor Freude, sondern vor innerem Stress. Die Enge im Hals und im Brustraum nahm zu. Der innere Druck und die Anspannung wuchsen. Wenn ich in den Spiegel blickte, sah ich eine apathisch werdende Frauke. Meine Verletzlichkeit nahm zu: ein kleines Wort, ein schiefer Blick und ich brach in Tränen aus. Tägliches Yoga brachte nur kurzzeitige Besserung. Tiefes Atmen war wegen dem Rücken und der Enge in der Brust nicht mehr drin. Nach Feierabend fiel ich erschöpft auf die Couch und konnte nur noch mit Mina kuscheln bevor mir die Augen zu fielen.

Zum Glück ist dies kein Dauerzustand mehr bei mir und eigentlich weiß ich, dass dies nach ein paar Tagen wieder vorbei ist. Doch es fühlte sich so vertraut, so nah, so mächtig an. Die Angst vor einem herannahenden Tief wuchs stetig und umso heftiger versuchte ich mich dagegen zu wehren. Aber anstatt innezuhalten, hinzuschauen und zu akzeptieren, dass es jetzt erst mal so ist und ich dann schauen könnte, wie ich mit der Situation umgehe, verkrampfte ich immer mehr.

Nachdem ich Freitag direkt nach der Arbeit mit Buch und Decke aufs Sofa gegangen war und dort ziemlich schnell und tief einschlief, kam gestern die Wendung. Denn wenn nichts mehr geht, helfen bei mir die Natur und eine lange Wanderung. Ich stand früh auf, frühstückte und schmierte mir dabei 2 Brötchen, die ich zum Glück noch eingefroren hatte. Weil ich solche Kopf-frei-Wanderungen am liebsten ohne Handy mache, suchte ich mir in einem Wanderführer übers Ruhrgebiet einen Rundweg mit viel Wald und Wasser raus.

Wanderung Rundweg Bochum Ruhrgebiet Kopf frei bekommen Schritt für Schritt Wald Natur Depression Reizarm Entschleunigung Achtsamkeit Auszeit Haus Weitmar

Wanderung Rundweg Bochum Ruhrgebiet Kopf frei bekommen Schritt für Schritt Wald Natur Depression Reizarm Entschleunigung Achtsamkeit Auszeit Haus Weitmar

Wanderung Rundweg Bochum Ruhrgebiet Kopf frei bekommen Schritt für Schritt Wald Natur Depression Reizarm Entschleunigung Achtsamkeit Auszeit Haus Weitmar

Wanderung Rundweg Bochum Ruhrgebiet Kopf frei bekommen Schritt für Schritt Wald Natur Depression Reizarm Entschleunigung Achtsamkeit Auszeit Haus Weitmar

So ging es los nach Bochum. Start war am Haus Weitmar. Leider ist der Wanderführer sehr ungenau und ich habe mich zwei mal verlaufen; nicht weit, aber aufgrund eines Bauchgefühls warf ich beide Male einen Blick auf die App Komoot im Handy und kehrte rechtzeitig um, während ich sonst anhand der Beschreibung im Buch weitergegangen wäre (deshalb verlinke ich den Wanderführer jetzt auch nicht hier, weil ich ihn zwar schon sehr lange besitze, aber die vorgeschlagenen Routen nur als grobe Richtungsangaben nehme und sicherheitshalber Komoot anhabe um mich im Notfalle orientieren zu können / das Handy bleibt aber eigentlich hinten im Rucksack).

Wanderung Rundweg Bochum Ruhrgebiet Kopf frei bekommen Schritt für Schritt Wald Natur Depression Reizarm Entschleunigung Achtsamkeit Auszeit Haus Weitmar

Wanderung Rundweg Bochum Ruhrgebiet Kopf frei bekommen Schritt für Schritt Wald Natur Depression Reizarm Entschleunigung Achtsamkeit Auszeit Sternwarte
Sternwarte

Wanderung Rundweg Bochum Ruhrgebiet Kopf frei bekommen Schritt für Schritt Wald Natur Depression Reizarm Entschleunigung Achtsamkeit Auszeit Sternwarte

Die erste Zeit war ich sehr in mir drin. Ich grübelte, atmete zu schnell und nahm nichts wahr. Doch ich akzeptierte es als Teil des Prozesses. Zügigen Schrittes machte ich Kilometer um Kilometer und ließ die Natur auf mich wirken. Die Kamera nahm ich hin und wieder raus um die Umgebung einzufangen, die ich in dem Moment nur schemenhaft aufnehmen konnte. Mina gab sich große Mühe bestens gelaunt neben mir her zu springen. Doch es dauerte. Sehr lange. So ging es durch den Wald bis hinunter zur Ruhr. Dort wurde es langsam etwas freier in mir drin. Nach dem dauerhaften Blätterrauschen vom Anfang kam nun das kontinuierliche Wasserfließen der Ruhr (und einige Radfahrgeräusche vom Ruhrtalradweg). Die reizarme Natur beruhigte mein Inneres. Die Selbstvorwürfe und der Selbsthass, die mich die letzten Tage langsam anfingen mürbe zu machen, wurden leiser. Allmählich spürte ich wieder etwas: mich und die Welt. Ich roch endlich wieder meine Umgebung, was mir die letzten Tage verwehrt gewesen war.

Wanderung Rundweg Bochum Ruhrgebiet Kopf frei bekommen Schritt für Schritt Wald Natur Depression Reizarm Entschleunigung Achtsamkeit Auszeit Sternwarte


Nach ungefähr 12 Kilometern stießen wir auf ein kleines blondes Mädchen auf dem Rad mit ihrer Oma auf einem Tretroller. Die unbefangene Art des Mädchens faszinierte mich. Sie sprach mich sehr freundlich an und fragte, wie mein Hund heißt und ob sie Mina mal streicheln dürfte. Für die nächsten 2 Kilometer begleiteten uns die beiden, weil das Mädchen nun sehr in Mina verliebt war (so ihre Worte). Dann drehten die beiden um und fuhren wieder zurück.

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Als ich nach 19 Kilometern wieder am Auto ankam, pochte mein Herz in einem durchschnittlichen Rhythmus und mein Atem hatte eine normale Frequenz. Die Anspannung in mir drin war zwar noch nicht komplett weg, aber so gut wie. Meine Gedanken waren wieder klarer und floßen gleichmäßig in eine Richtung.

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Der restliche Abend gehörte weiterhin ganz mir (und Mina). Meine innere Balance kehrte zurück. Die Verletzlichkeit wich einer wiederkehrenden Stärke.

Die für Außenstehende so schwer nachvollziehbare Anspannung und der Druck, die sich in mir aufgebaut hatten, lassen sich schwierig in Worte fassen. Aber während ich die letzten Tage nicht wusste wohin mit mir, mich verloren und im Stich gelassen fühlte und ich am liebsten mit einem Knall einfach explodiert wäre, spürte ich gestern Abend eine schöne Gelassenheit und ein Vertrauen. In mich, in die Welt, in die Zukunft.

Manchmal brauche ich deshalb immer noch Auszeiten nur für mich allein. Und am besten in der Natur: mit Wald und/oder Wasser dabei. Diese Regenerationszeiten ohne einen anderen Menschen in meiner Nähe sind nicht mehr so oft notwendig, wie sie es mal waren. Aber nach einer blöden Woche helfen sie innerhalb einiger Kilometer Fußmarsch!

Und wenn ihr neugierig seid, wo ich so ganz grob hergelaufen bin: ich habe den Rundweg im Internet nirgends als fertige Route gefunden und deshalb mal eine seeehr grobe Skizze gemacht:





[Ich bin sehr dankbar, dass ich irgendwann diese Form der Selbst"heilung" gefunden habe. Eine Wanderung bzw. die ungestörte Natur helfen bei mir so herrlich gegen einen Gesellschaftskater, gegen Reizüberflutung, gegen schlechte Laune und so wie gestern gegen einen viel zu übervollen Kopf und ein sich sachte von hinten anschleichendes Tief. Auch wenn es einige Kilometer dauert, so merke ich allerspätestens abends eine merkliche Besserung und eine freieres Gefühl in mir drin. Und ich bin sehr dankbar, dass ich einen wundervollen Menschen an meiner Seite habe, der mich notfalls an die Waldauszeiten erinnert!]


Dienstag, 9. Mai 2017

Von Zvieri, Müntschi, Glace und uf Widerluege - ein Besuch bei Chantal in der Schweiz

Nachdem Chantal im letzten Herbst auf ihrer längeren Reise hier in Dortmund einen mehrtägigen Zwischenstop eingelegt hatte und wir einige wunderbare Tage zusammen verbringen konnten, stand ziemlich schnell fest: ich besuche sie bald mal in ihrer Heimat, der Schweiz!

Und nun war es so weit :-) Letzte Woche Mittwoch bin ich nach Feierabend Richtung Schweiz losgefahren! Doch weil das schon eine etwas längere Strecke ist und ich gern entspannt bei Chantal ankommen wollte, plante ich eine Zwischenübernachtung ein. Die Campingsachen wurden also eingepackt und nachdem eine einstündige Vollsperrung meine eigentlich ungefähr geplanten zurückgelegten Kilometer extrem reduziert hatte, schaute ich bereits ab Frankfurt nach einem nahegelegenen, hübschen Campingplatz. Dieser war ziemlich fix gefunden und Petrus hatte auch sein Einsehen: das extrem wechselhafte Wetter stabilisierte sich für den Abend. So konnte ich die Ruhe und Abgeschiedenheit des Platzes ausgiebigst nutzen.

Camping Urlaub mit Hund Bensheim Ausblick Natur Stille Abgeschiedenheit Zelt Erholung

Die Hunderunde sah dementsprechend grün, hügelig und weinrebenlastig aus!

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Dummerweise gab es einen anderen Hundebesitzer auf dem Platz, der von Leine und solchen Nebensächlichkeiten nicht so viel hielt. Sein großer, zugegebenermaßen lieber Hund sprang also irgendwann stürmisch auf Mina zu, die sich panisch in das noch offene Auto flüchtete. Das hielt den übermütigen Hund jedoch nicht ab. Als ich mich dann dazwischen stellte und ihm den Eintritt verwehrte, drehte er sich um, ging zu meinem Zelt und PINKELTE es an. Mein Ausschimpfen nahm er nicht sonderlich ernst, drehte eine Runde ums Zelt, ging erneut an die selbe Stelle und PINKELTE erneut. Der Besitzer schlenderte herbei, lachte ziemlich unverholen und meinte trocken, dass es immerhin nicht von innen war. Als der Hund währenddessen wieder Mina im Auto bedrängte, stellte ich mich erneut dazwischen. Daraufhin durfte ich mir natürlich Erziehungsweisheiten anhören: Hunde klären das unter sich, sein Hund tut nix, meiner hat keine Angst, die spielen nur.... Nee, klar.

Am nächsten Morgen ging es nach einer dampfenden Tasse frischen Kaffees und leckerem Frühstück unter freiem Himmel gemächlich weiter. Während ich sonst Probleme habe, die Zeit zu vertrödeln, gelang es mir hier ziemlich prächtig! Die Mittagspause wurde auf einem Rastplatz in einer Regenpause ziemlich ausgedehnt und auch eine separate Kaffeepause durfte nicht fehlen. Kurz vor der Grenze zur Schweiz wurde ich dann aber doch etwas nervös. Ich war in meinem Leben noch nicht häufig im Ausland und habe erst recht noch nie eine Vignette gekauft. Solche mir neuen Begebenheiten stressen mich ziemlich, doch sowohl der Vignettenkauf kurz vor der Grenze, als auch der Grenzübertritt selbst verliefen völlig problemlos!

Nun hatte ich bis zum Feierabend von Chantal noch etwas Zeit, doch das Wetter wechselte minütlich zwischen Starkregen und Trockenheit. In Basel fuhr ich auf gut Glück einfach mal Richtung Innenstadt. Doch das übermäßige Nass hielt mich von einem Stop ab. Deshalb suchte ich mir einen Supermarkt und ging erst einmal ein wenig in den für mich so fremden Lebensmitteln stöbern :-) Auch wenn in der Schweiz viele Wörter auf Deutsch verständlich sind, gibt es doch einige, die mir völlig fremd waren. Während mich Grenzübertritte stressen, finde ich so neue Supermärkte saumäßig spannend! Leider stellte ich ziemlich schnell fest, dass die Schweiz ihrem Ruf nach einem teuren Land mehr als gerecht wird: die paar eingekauften Lebensmittel waren dementsprechend viele Franken wert...

Als ich weiterfuhr, hielt ich immer mal wieder Ausschau nach einem möglicherweise interessanten Ort. In Oensingen wurde ich fündig. Oben auf dem Roggen hatte ich bei 841 m üNN eine tolle Aussicht :-)

Schweiz Oensingen Urlaub mit Hund Roggen Aussicht Berg Fernblick

Ein Stück den Berg wieder runter hielt ich dann noch bei dem Schloss Neu-Bechburg: 

Schweiz Oensingen Urlaub mit Hund Roggen Aussicht Berg Fernblick  Schloss Neu-Bechburg

Pünktlich zum Feierabend war ich dann bei Chantal im Kanton Bern angekommen. Mina freute sich riesigst über ein Wiedersehen mit Chantal und auch unserer beide Freude fiel nicht viel schwächer aus :-) Erst einmal blieb es aber spannend: würden sich ihre zwei Katzen mit Mina verstehen? Nach einem anfänglich zögerlichen Beschnuppern klappte das aber erstaunlich gut. (Plan B wäre gewesen, ich suche mir einen Campingplatz in der Nähe. Doch so konnten Mina und ich in Chantals Wohnung übernachten.)

Urlaub Schweiz mit Hund Bloggerfreunde Kanton Bern Katze Lesesessel

Nach einem gemütlichen Abend machten wir uns am nächsten Morgen auf nach Bern. Nun bin ich als Städterin mit geringen geografischen Kenntnissen davon ausgegangen, dass wir in die Hauptstadt fahren und halt in einer Stadt sind. Gut, wir hatten geplant auf den Hausberg, den Gurten, zu gehen und damit ahnte ich, dass es dort wohl auch einen Berg geben würde. Aber als wir kurz vor der Stadt um eine Kurve fuhren, war mein erstaunter und freudiger Ausruf: "Da sind ja Berge! Mit Schnee!" durchaus sehr ernst gemeint. Mitten in der Schweiz rechne ich doch nicht mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. (Ja, ernsthaft nicht.) :-)

Oben auf dem Hausberg der Stadt Bern hatten wir dank strahlend blauem Himmel eine super Aussicht:

Schweiz Bern Urlaub mit Hund Gurten Aussicht Fernblick

Oben auf dem Berg gibt es eine schöne Grünanlage mit Gastronomie, sportlichen Aktivitätsmöglichkeiten und Kunst. Dieser Weltenbaum Yggdrasil stach mir dabei als erstes ins Auge:

Schweiz Bern Urlaub mit Hund Gurten Weltenbaum Yggdrasil

Schweiz Bern Urlaub mit Hund Gurten Gurtenpark Alpen Fernblick

Schweiz Bern Urlaub mit Hund Gurten Gurtenpark Alpen Fernblick

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Auf dem Kinderspielplatz gab es u. a. dieser riesige Kugelbahn, die mit insgesamt 300 m Bahnlänge unsere Faszination sicher hatte:

Schweiz Bern Urlaub mit Hund Gurten Gurtenpark Spielpark Migros Kugelbahn

Schweiz Bern Urlaub mit Hund Gurten Gurtenpark Spielpark Migros Kugelbahn

Während wir für den Aufstieg zum Gurten die Gurtenbahn genutzt hatten, spazierten wir runter zu Fuß. Das ging ganz schön in die Waden... Unten angekommen schauten wir uns Bern an, aßen ein leckeres Mittagessen in der Pittaria, schlenderten bis zur Altstadt und genoßen einfach den strahlend sonnigen Tag. Bei allen schweizerischen Worten dolmetschte Chantal sehr fleißig und verfiel so das ein oder andere Mal auch selbst ins Hochdeutsche, als sie mit Verkäufern oder Kellnern sprach ;-) Auch wenn ich mir so einiges ableiten konnte, kam ich doch einmal aus einem Geschäft heraus und schaute sie fragend an, weil die Verkäuferin zum Abschied etwas gesagt hatte, was ich nicht verstand. Rein von der Situation her hätte ich es als "Auf Wiedersehen" gedeutet. Einen Laden weiter wusste sie dann, was ich meinte: "Uf Widerluege". So kam es übrigens auch zu unserem Hashtag auf Instagram ;-)

Schweiz Bern Urlaub mit Hund City Innenstadt Sightseeing

Schweiz Bern Urlaub mit Hund City Innenstadt Sightseeing

Schweiz Bern Urlaub mit Hund City Innenstadt Sightseeing

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die astronomische Uhr von Bern

Schweiz Bern Urlaub mit Hund City Innenstadt Sightseeing

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Schweiz Bern Urlaub mit Hund City Innenstadt Sightseeing
Seht ihr, dass die mittleren Fenster nur aufgemalt sind?

Schweiz Bern Urlaub mit Hund City Innenstadt Sightseeing
die Aare

Schweiz Bern Urlaub mit Hund City Innenstadt Sightseeing

Schweiz Bern Urlaub mit Hund City Innenstadt Sightseeing

Leider war es am nächsten Tag mit dem schönen Wetter schon wieder vorbei (...wie mir hinterher gesagt wurde, war es hier im Ruhrgebiet ab diesem Tag wohl richtig schön und sonnig...). Begleitet von immer wieder kurzen Regenschauern machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Biel. Dort schlenderten wir durch die schönen Gassen und kauften auf dem Wochenmarkt für das als Abendessen geplante Raclette ein. So ein Schweizer Wochenmarkt war für mich eine sehr schöne Sache: teilweise ganz andere Gemüsesorten, viele andere Bezeichnungen als ich sie kannte und total nette Menschen, die sich auch an meinen Nachfragen oder fragenden Blicken bei dem Schweizerischen nicht störten. Die Zweisprachigkeit der Stadt waren für mich sehr ungewohnt und das Schweizerische brachte mich immer wieder zum Schmunzeln :-)

Schweiz Urlaub mit Hund Biel Kanton Bern Straßenschild

Schweiz Urlaub mit Hund Biel Kanton Bern Straßenschild

Schweiz Urlaub mit Hund Biel Kanton Bern Sehenswürdigkeit Tourist Gasse

Schweiz Urlaub mit Hund Biel Kanton Bern Sehenswürdigkeit Tourist bepflanzte Fenster

In einem süßen Café mit angeschlossenem Laden ließen wir es uns bei einem Kaffee plus Amaretti (mit Orangengeschmack) gut gehen.

Schweiz Urlaub mit Hund Biel Kanton Bern Sehenswürdigkeit Tourist Cafe Kaffee Amaretti Edus Coffee

Als wir nach dem Kaffee die Toilette suchten, drückte man uns einen Schlüssel in die Hand und schickte uns mit den Worten "Folgt der roten Schnur!" (also natürlich auf Schweizerisch) durch eine Tür hinaus in den Hausflur :-)

Schweiz Urlaub mit Hund Biel Kanton Bern Sehenswürdigkeit Tourist Cafe Edus Coffee

Biel gefiel mir noch besser, als mir Bern schon gefallen hatte. Die Gassen waren schön gemütlich, es war nicht so touristisch überlaufen, die Lädchen waren einladend und die Cafés zahlreich. Selbst der immer wieder einsetzende Regen konnte unsere entspannte Stimmung nicht dämpfen.

Als am frühen Nachmittag der Dauerregen einsetzte, setzten wir uns in den Zug und fuhren zurück zu Chantals Wohnung. Die Tiere beschäftigten sich mit fleißigem Chillen, während wir uns in Richtung Lyss zur längsten Glacekarte (= Eiskarte) der WELT aufmachten. Für mich gab es Popcorneis mit frischem Popcorn! :-)



Und während es sich draußen immer mehr einregnete, machten wir es uns drinnen gemütlich. Ich vertiefte mich in die Kinderbücher vom Muggestutz, die in der Schweiz jedes Kind kennt. Sie sind so beliebt, dass es sogar eine eigens gestaltete Welt dazu gibt, wo Kinder hinkönnen, um die Orte "in Echt" zu entdecken. Dorthin haben wir es leider nicht mehr geschafft, aber die Bücher waren sehr fesselnd!

Schweiz Urlaub Tourist Muggestutz Kinderbücher

Abends setzten wir uns dann zum Raclette hin. Während des Einkaufens auf dem Wochenmarkt war uns schon klar geworden, dass es entscheidende Unterschiede in der Zubereitung gibt. Während ich es so kenne, dass man Gemüse (oder wahlweise Fleisch/Fisch/...) in die Pfännchen schichtet, dann den Käse draufpackt um es dann so unters Raclette zu schieben, ist Chantal mit einer anderen Version aufgewachsen. Und zwar kommt der Raclettekäse ins Pfännchen und dann unters Raclette. Im Topf werden die gekochten Kartoffeln warm gehalten und dann kurz bevor der Käse zerlaufen ist, auf dem Teller klein geschnitten. Dazu gibt es eingelegte Gurken, Silberzwiebeln... Der Käse wird dann über diese drapierten Dinge auf dem Teller verteilt. Wir haben jeweils einmal die andere Zubereitungsart probiert und uns dann aber doch wieder für die jeweils altbekannte entschieden. ;-)

Schweiz Urlaub Tourist Raclette Abendessen

Am nächsten Morgen machten wir nach dem Frühstück noch einen Spaziergang in einer Regenpause bevor ich mich auch schon wieder schweren Herzens auf den Heimweg machte. Eigentlich wollte ich, genauso wie auf dem Hinweg, eine Übernachtung auf einem Campingplatz einschieben. Aber der Dauerregen und die doch relativ freien Straßen hielten mich davon ab. So kam ich ziemlich ko abends wieder daheim an.

Und wenn ihr euch seid der Überschrift schon gefragt habt, was "Zvieri" ist: das ist eine Zwischenmahlzeit um 4 (also 16) Uhr :-) Es gibt auch noch "Znüni": die Zwischenmahlzeit um 9 Uhr. "Müntschi" stand auf einer Berner Bierflasche und heißt "Kuss". Chantal und mir fielen noch etliche Worte auf, die ich nicht verstand. Einige davon mussten wir online nachschlagen, um sie für mich zu übersetzen. Das Schweizerische ist echt schön und klingt in meinen Ohren sehr freundlich.

Ihr seht: das Internet ist nicht so anonym, wie häufig behauptet wird. Ohne dies hätten Chantal und ich uns nämlich nie kennengelernt und so auch nie gegenseitig besucht, nie die jeweils andere Sprache erforscht und uns die jeweilige Heimatumgebung angesehen. :-)


Vielen Dank für die schönen Tage bei dir in der Schweiz, liebe Chantal!