Donnerstag, 29. Januar 2015

Endlich wieder BIWYFI! Der Start: Cocooning!

Endlich gibts bei Nic wieder BIWYFI (Beauty is where you can find it)! Ich hab mich so gefreut, als ich vor kurzem davon las :-)

Erinnert ihr euch noch an die wöchentlichen Mottos und die daraus gestarteten Blogparaden? Ich hab da immer voll gern mitgemacht und auch sau gern in den anderen Beiträgen gestöbert! (Hier findet ihr übrigens meine damaligen Beiträge.) Als Nic im März letzten Jahres schrieb, sie würde die Aktion beenden, konnte ich das zwar verstehen, aber irgendwie fehlte in der darauf folgenden Zeit etwas...

Doch nun gibts die Aktion wieder! Zukünftig gibts jeden Monat ein Motto, das an jedem dritten Donnerstag verlinkt werden kann. Der Start im Januar lautet: "Cocooning", sprich: daheim gemütlich einmuckeln!

Und hier folgen meine Fotos dazu:

Blumenstrauß Nelken Vase Zeitung Dortmund Gemütlich zuhause Frühstückstisch

Ohne meine Pantoffeln geht nix! Sonst habe ich kalte Füße und dann ist echt nicht mit mir zu spaßen! Mein Fußboden ist aber auch saukalt...

Hausschuhe Winter gemütlich Zuhause

Zum Daheim-gemütlich-machen gehört (dank Mina als Chill-Lehrmeisterin) neuerdings auch Nichtstun dazu: 

Nichtstun Holzsschrift Schriftzug Neon pink Wanddeko

Wenn es zu dieser Jahreszeit immer so früh dunkel wird, liebe ich es, meine ganzen verschiedenen Lampen anzumachen. Kurz vor Weihnachten hab ich mir einen neuen Lampenschirm zugelegt. Der ist innen drin mit einer Kupferfolie ausgekleidet, die das Licht der Glühbirne sehr schön reflektiert und vervielfältigt. Von außen ist der Lampenschirm mit schwarzem, matten Stoff beklebt. Passend dazu hab ich noch eine größere Stehlampe. Beide zusammen ergeben ein total gemütliches, warmes Licht!

Fernsehschrank Bild Radio nostalgie Lampe IKEA

Während sonst überall die Tulpen Einzug gehalten haben, hab ich mir meinen ersten Strauß Nelken gekauft. Ich liebe Nelken! Meine Mutter erzählte mir gestern etwas erzählt, das ich noch gar nicht wusste. Als mein Opa noch lebte, hat er meiner Oma so gut wie NIE Blumen mitgebracht. Aber wenn doch, dann waren es IMMER Nelken! Süß, oder? Obwohl ich das nicht wusste, bin ich seit ein paar Jahren totaler Nelkenfan. Wer weiß, vielleicht hat mein Opa mir das mal von einer Wolke aus ins Ohr geflüstert?! ;-) 

Glasuntersetzer Fahrrad Nelken Vase Wohnzimmertisch

Schreibtisch Kerze Porzellan Kindergeschirr Holz Kerzenhalter Winter gemütlich

Stricken kann ich nur im Winter. Im Frühling oder Sommer geht das einfach nicht. 

Stricken Handarbeiten Strickzeug Wolle Weste


Hach, so zuhause einmuckeln, das ist schon was feines! Besonders wenn es so ein nass-windig-wechselhaftes Wetter ist wie heute...

Ich wünsch euch einen schön gemütlichen Abend! 



Wollt ihr noch mehr Cocooning-Bilder sehen? Dann schaut hier auf dem Blog von Nic vorbei.

Sonntag, 25. Januar 2015

#ChillenMitMina - Lektion 2

Schwups, da ist schon wieder eine Woche rum! Heute gehts weiter mit Lektion 2 :-)

Mina hat mir vorher auch nicht verraten, welche Übung sie heute für uns hat. Vorhin schmiss sie sich in Pose und wartete dadrauf, dass ich mitmache. Diesmal gibts aber nur ein Foto von ihr. Ein Selfi von mir war bei dieser Lektion etwas schwierig...

Hund Entspannung Sofa liegen Nichtstun

Legt euch auf eure Lieblingsseite auf euer Sofa. Wichtig ist, dass eure Beine auf einem Kissen liegen, sodass sie etwas erhöht sind. Sollte das mit der seitlichen Liegeposition nicht klappen, legt euch auf den Rücken (Mina hat das erlaubt! Sie sah sein, dass diese seitliche Position für Hunde anatomisch einfacher ist, als für uns Menschen...).

Hund Entspannung Nichtstun

Streckt eure Arme und Beine weit von euch weg. Der Kopf ruht entspannt auf dem Sofa. Die Augen sind leicht geschlossen und der Blick schwirrt irgendwo im Nirgendwo. Sobald ihr eure optimale Position gefunden habt, ist es wichtig, dass ihr einmal laut und tief ausatmet. Bei Bedarf dürft ihr das natürlich auch so oft wie gewünscht wiederholen ;-)

Nun liegt ihr einfach ein wenig seelig-entspannt vor euch hin und versucht an nichts zu denken.

Ich weiß, das ist am Anfang gar nicht so leicht. Aber ich hab ja schon einige Übungsstunden bei Mina absolviert. Deshalb mein Tipp: schließt die Augen ganz. Konzentriert euch auf die Umgebungsgeräusche. Das befördert zumindest mich immer ins Hier-und-Jetzt. Sollte es um euch herum gerade sehr still sein, umso besser. Dann hört ihr nichts. Oder ihr merkt, dass irgendwo ganz leise ein Vögelchen zwitschert. Oder dass irgendwo Schritte zu hören sind. Wenn ich das eine Weile gemacht habe, höre ich in mich hinein und konzentriere mich auf das Lockerlassen meiner Muskeln. Denn auch wenn ich da so entspannt und gechillt vor mich hinliege, hab ich doch ganz schön oft noch Muskeln angespannt. Die gilt es nach und nach locker zu lassen. Irgendwann merke ich dann, dass ich wirklich entspannt aufm Sofa liege und chille.

Ihr seht, Chillen ist gar nicht so einfach! Dieses lockere Nichtstun will geübt werden!

Wie kommt ihr mit dieser Lektion klar? Könnt ihr entspannen oder schweifen eure Gedanken zu sehr umher?

Gebt euch Zeit und freut euch auf die nächste Lektion am kommenden Sonntag :-)


Samstag, 24. Januar 2015

Ruhrpott-Stammtisch erwachsener Geschwister behinderter Menschen

Ich habe zwei Schwestern. Eine jüngere und eine Zwillingsschwester. Hier habt ihr schon häufiger etwas über uns gelesen. Nun ist unsere Kindheit und auch unser Erwachsenendasein in einigen Punkten etwas anders, als bei vielen anderen Menschen. Meine Zwillingsschwester ist seit unserer Geburt schwerstkörperbehindert. Und weil wir nicht die einzigen Geschwister eines behinderten Menschens sind, hat meine Schwester gestern den ersten Stammtisch erwachsener Geschwister im Ruhrpott organisiert!

Erwachsene Geschwister behinderter Menschen Ruhrgebiet Ruhrpott behinderung Schwester Bruder Kindheit Austausch Erfahrung

Wie es dazu kam? Im Frühjahr 2014 sind wir durch Zufall getrennt voneinander auf Sascha von "Erwachsene Geschwister" aufmerksam geworden und stehen seitdem in Kontakt mit ihm. Im Mai hatte er mir ein Interview gegeben. Mit zwei anderen organisiert er den Kölner Stammtisch. Im Herbst 2014 gab es sogar das erste gemeinsame Wochenende, bei dem meine jüngere Schwester auch war. Und dabei ist die Idee geboren, dass es mehr regionale Stammtische in ganz Deutschland geben sollte. Schwuppdiwupp, meine Schwester bot sich als Organisatorin für den Pott an. (Andere regionale Stammtische findet ihr übrigens hier!)

Gestern haben wir uns zu sechst in Bochum getroffen. Das war für alle Teilnehmer der zentralste Ort in der Mitte von den jeweiligen ruhrpöttischen Wohnorten. Klar, wir waren natürlich nervös. Meine Schwester und ich waren die ersten im Café Ferdinand und warteten gespannt auf die uns völlig unbekannten anderen Geschwister. Einen kannte meine Schwester von dem Geschwister-Wochenende, vom Rest haben wir uns überraschen lassen. Ja, und natürlich waren die anderen Geschwister genauso nervös wie wir ;-)

Die Aufregung hat sich nach und nach aber sehr gut gelegt! Wir kamen schnell ins Gespräch und lernten uns ein wenig näher kennen. Denn mal ehrlich: jeder von uns hat zwar eine andere Kindheit erlebt, aber es gibt doch einige Punkte, in denen wir uns sehr gleichen. Das ist nicht positiv oder negativ gemeint, es sind einfach Überschneidungen bei Geschwister-Kindern. Und es war eine echt schöne Erfahrung, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die ähnliche Dinge erlebt haben, wie ich. Auch in unseren Erwachsenenleben teilen wir einige gemeinsame Dinge, Ängste, Freuden und Erfahrungen. Aber genauso unterscheiden wir uns in vielen Punkten.

Der Abend war eine wunderbare Bereicherung für mich! Nach ein paar Stunden interessanter Gespräche haben wir uns dazu entschlossen, uns nun regelmäßig zu treffen. Und zwar immer am 3. Freitag jeden 3. Monat.

Hier kommt ihr ins Spiel! Kennt ihr eine Schwester oder einen Bruder eines behinderten Menschen? Oder seid ihr selbst Geschwister und habt Lust zu unserem Stammtisch dazu zu stoßen? Dann meldet euch! Schreibt einfach eine Email an pott@erwachsene-geschwister.de und schon landet ihr im Verteiler für die kommenden Treffen!

Laufende Infos von den "Erwachsenen Geschwistern" bekommt ihr übrigens auch regelmäßig über die Facebook-Seite!

Ich freu mich schon voll auf unser nächstes Treffen :-)

Donnerstag, 22. Januar 2015

Vor einem Jahr...

...war ich in Bad Wildungen. Die fünfwöchige Reha lag vor mir.

Bad Wildungen Reha Kurpark

Ich war noch nie solange von Zuhause weg. Weit weg vom Alltag, von meiner Wohnung, von meinen Freunden. In einer Rehaklinik, an einem fremden Ort, unter fremden Menschen. Mit einem von der Klinik auferlegten Tagesablauf, mit festen Terminen an die ich mich halten musste. Einige sinnvoll, andere überflüssig.

In diesen 5 Wochen konnte ich einiges über mich lernen. Aber auch über andere.

Eigentlich hatte ich keine groß ausgemalten Erwartungen, als ich mich morgens ins Auto setzte um nach Hessen zu fahren. Und doch, die Erwartungen waren da. Nur nicht so ausformuliert, dass sie zu Bildern ausgereicht hätten. Im Grunde sind mir meine Erwartungen in der Form erst später bewusst geworden.

Ich wollte endlich wieder nach vorn schauen. Meine Depression ein Stück weit besiegen (dass Depression eine chronische Erkrankung ist, die Jahre dauert, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst). Abschalten von allem Negativen, das mich daheim ausgebremst hat. Energie sammeln für einen geregelten Alltag mit einer Wiedereingliederung ins Berufsleben.

Haben sich meine Erwartungen erfüllt?

Ja und Nein. Eine Reha kann nur ein Anstoß sein. Ein Baustein von vielen anderen.

Was mir fehlte, war eine gute, zu mir passende Bezugstherapeutin. Mit meiner stand ich auf Kriegsfuß, weil sie wollte, dass ich Schuldgefühle zugab, die ich nicht hatte, die sie aber an meiner Stelle gehabt hätte. (?!)

Mir fehlte eine konkrete Einschätzung und Prognose meiner Krankheit.

Was mir geholfen hat, war das Verlassen meiner gewohnten Umgebung. Das Fehlen jeglicher haushaltlicher Pflichten. Das Unter-Leute-Kommen (Verkriechen war dort nicht möglich). Das Reden und der Austausch mit ein paar sehr netten Menschen. Die Wiederentdeckung von Sport. Die Zeit für mich, ohne Menschen meines sonstigen Umfeldes. Die Kunsttherapie, aus der ich viel für mich mitnehmen konnte.

Nun ist ein Jahr vergangen. Rückblickend hat sich sehr viel in mir getan. Ich habe viel verändert. Die Reha war ein wichtiger Abschnitt in meinem Krankheitsverlauf und kam genau zum richtigen Zeitpunkt.

Und doch bin ich sehr nachdenklich, wenn ich zurück denke. So viel ist passiert und so viel habe ich aktiv dazu beigetragen. Aktivität ist so hilfreich, Passivität ist so bremsend.

Wer weiß, was das kommende Jahr für mich alles bereit hält? 


(Seid ihr neugierig auf Bilder aus der Reha? Dann klickt mal hier rüber: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5. Und so fühlte sich das Heimkommen an: klick!)


Sonntag, 18. Januar 2015

#ChillenMitMina - Lektion 1


Der ein oder andere hat es auf Instagram ja bereits des öfteren gesehen: Mina ist meine Chill-Lehrmeisterin! Während ich mich schwer damit tue, einfach mal nix zu tun, ist sie Meisterin darin!

Irgendwann konnte sie meine Unfähigkeit in diesem Bereich nicht mehr mit ansehen und erteilt mir seitdem regelmäßige Chill-Lektionen. Das ist nicht nur zuckerschlecken, sondern erfordert ordentliche Diziplin von mir. Aber der Erfolg stellt sich jedes Mal recht schnell ein: ich entspanne und fokussiere mich auf den Augenblick.

Und weil ich weiß, dass es vielen von euch ähnlich schwer fällt mit dem Chillen, gibt es ab sofort eine neue sonntägliche Reihe hier aufm Blog:

Hashtag Chillen Entspannen Nichtstun Ausruhen Hund

Ich werde hier jeden Sonntag eine neue Mina-Chill-Lektion veröffentlichen. Wer von euch macht mit? Teilt eure Erfolge oder eure Chill-Momente gern auf Instagram und verwendet dabei den Hashtag: #ChillenMitMina :-)


Lektion 1:

Lege dich seitlich aufs Sofa. Arme und Beine entspannt zur Seite strecken. Der unten liegende Arm leicht angewinkelt in Kopfhöhe. Augen schließen. Entspannen.

So sieht das übrigens aus, wenn Mina und ich gemeinsam die Lektion üben:

Hashtag Chillen Nichtstun Ausruhen Faulenzen Hund Sofa

Wer von euch mit macht und keinen IG-Account hat, der kann mir natürlich auch per Kommentar oder mit einem eigenen Blogpost bei sich aufm Blog mitteilen, wie die Übung verlaufen ist :-) Mina und ich warten gespannt!

Braucht ihr noch ein wenig Motivationshilfe? Ich habe vor ein paar Wochen bei Kirstin  Aufnäher gewonnen. Gefertigt nach einem Foto. Ratet mal, wessen Foto ich da wohl hingeschickt habe?! Klar, Minas! Und weil ich hier nun einen ganzen Stapel allersüßeste Mina-Aufnäher liegen habe, möchte ich gern ein paar als Motivationshilfe an euch verschenken.

Aufnäher Hund

Schreibt mir einfach unten in den Kommentar, wenn ihr diese niedliche Motivationshilfe braucht, und: wo ihr sie aufnähen werdet :-) Danach schreibt mir bitte per Email (fraeuleinswunderbarewelt@gmail.com) eure Adresse!


In diesem Sinne: entspannt schön!

Dienstag, 13. Januar 2015

Warten auf den Frühling ... Gemüse auf der Fensterbank vorziehen ...

Mir fehlt der Frühling. Mit den ersten Blümchen, die ihre Köpfe zur Erde rausstrecken, und den immer länger werdenden Tagen und den zwitschernden Vögeln... Klar, die Temperaturen sind gerade nicht wirklich winterhaft, aber es ist halt trotzdem noch nicht Frühling.

Um die Wartezeit zu überbrücken, hab ich heute Tomaten- und Erdbeersamen eingepflanzt. Vorletztes Jahr hatte ich das auch schon gemacht, nur mit noch mehr verschiedenem Gemüse. Es gibt doch nichts herrlicheres als den Pflanzen beim Wachsen zu zu sehen und dann nach unten nach das leckere Gemüse zu ernten! Bei meinem ersten Versuch hab ich wild drauf los gepflanzt um hinterher zu merken, welche Gemüsesorten sich doch nicht so wohl auf meinem Balkon fühlen.

Deshalb habe ich mich dieses Jahr für zwei verschiedene Mini-Tomatensorten (Johannesbeertomate und Tomate "Pendulina Red") und eine hängende Erdbeersorte entschieden. Als Aussaatgefäß hab ich zum einen leere Tetrapaks verwendet, die ich jeweils an einer Längsseite aufgeschnitten habe. Und zum anderen (in Ermangelung weiterer leerer Tetrapaks) hab ich eine alte Kunststoffbox mit Erde gefüllt.

Balkongemüse Tomaten Mini Johannesbeertomate Upcycling Tetrapak Gefäß vorziehen Fensterbank

Balkongemüse Tomaten Mini Johannesbeertomate Upcycling Tetrapak Gefäß vorziehen Fensterbank

Balkongemüse Tomaten Mini Johannesbeertomate Upcycling Tetrapak Gefäß vorziehen Fensterbank

Balkongemüse Tomaten Mini Johannesbeertomate Upcycling Tetrapak Gefäß vorziehen Fensterbank  Erdbeere hängend Erdbeerspinat

Über die Gefäße hab ich Frischhaltefolie gespannt um einen Gewächshaus-Effekt zu erzielen. Das regelmäßige Gießen und Lüften (um Schimmel durch zu viel Nässe zu vermeiden) gehören natürlich dazu :-) 

Balkongemüse Tomaten Mini Johannesbeertomate Upcycling Tetrapak Gefäß vorziehen Fensterbank

Balkongemüse Tomaten Mini Johannesbeertomate Upcycling Tetrapak Gefäß vorziehen Fensterbank Erdbeere Erdbeerspinat hängend

Meine heißgeliebten, wenn roh verzehrten, Zuckererbsen werd ich im Frühling direkt in den Blumentopf aufm Balkon aussäen.

So, Frühling! Ich erwarte dich in ein paar Wochen, wenn meine Pflänzchen groß genug sind!

Sonntag, 11. Januar 2015

Atemholen aufm Tippelsberg

Kennt ihr diese Wochen, die zwar vorbei sind, aber die so blöd waren, dass man sie im Kopf noch mit sich rumschleppt? Meine letzte war so. Das ist mir gestern aufgefallen, als ich den Kopf nicht so richtig frei bekam. Bevor nun Morgen die neue Woche startet, wollte ich den Kopf aber einmal durchpusten lassen. Das Pusten besorgt der hier recht wilde Wind schon ganz gut. Doch ich musste irgendwo hoch, damit ich von da aus runter schauen kann.

Da kam mir Julis Tipp mit dem Tippelsberg ganz recht! Ist nicht weit von hier und ich war noch nie da. Und so hab mir heute nach dem Frühstück die Mina ins Auto gepackt und auf gings nach Bochum!

An der Hiltroper Straße gibts einen kleinen Parkplatz, der dank des Wetters fast komplett leer war. Von da aus sind wir die Runde abgelaufen, die ihr hier auf dem Plan sehen könnt:

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde

Der Weg ist ganz süß angelegt. Mit verschiedenen Bodenbelägen und auch mit Riesen-Fußspuren:

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Fußspuren Riesen

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht Weg Wolken

Der Vogel hier hatte ordentlich mit den Windböen zu kämpfen: 

Vogel Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht

Warum der Tippelsberg Tippelsberg heißt? Dazu gibts verschiedene Mythen und Sagen. Lest sie einmal hier nach! Sie sind echt ganz süß :-)

Mina Hund Sitzbank Holz Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht Blume gelb einsam verblüht Winter

Oben auf dem Tippelsberg stehen 8 Stelen mit Gucklöchern:

Stelen Stahl Aussicht Ruhrgebiet Ruhrpott Halde

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht Revierblick Schild Steelen

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht Steelen

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht Steelen

Und während ich da so fleißig Fotos geschossen hab und mir der Wind um die Nase und durch die Haare fegte, hat die liebe kleine Mina sich umgesehen und einen herrlich stinkenden Fleck Wiese gefunden... Natürlich musste sie sich darin ausgiebigst wälzen, um danach auch herrlichst zu stinken...

Mina Hund Wiese Matsche wältzen

Süden Schild Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht

Bochum Ruhrgebiet Ruhrpott Halde Aussicht Mina Hund Bank Sitzbank Holz

Dank der Panorama-Foto-Funktion aufm Smartphone zeig ich euch jetzt noch ein paar mehr oder weniger qualitativ hochwertige Panoramabilder :-) Beachtet bitte dabei auch den künstlerisch freien Aspekt, der Mina u. a. zwei Nasen verleiht ;-)

Panorama Aussicht Stelen Mina Hund Ruhrgebiet Ruhrpott Halde

Panorama Aussicht Stelen Ruhrgebiet Ruhrpott Halde

Panorama Aussicht Stelen Ruhrgebiet Ruhrpott Halde

Panorama Aussicht Stelen Ruhrgebiet Ruhrpott Halde

Hiernach endete die Fototour, weil der Himmel beschloss, seine Pforten zu öffnen. Herunter kamen Hagelkörner und ein paar harte Schneeflocken. Da kamen sowohl Kamera, als auch Smartphone sicherheitshalber in die Tasche. Mina und ich haben uns vom Wind weiter ordentlich durchpusten lassen. Nachdem das Schlimmste vorbei war, kam sogar kurz die Sonne raus. Ganz kurz! Es scheint sie noch zu geben!

Als wir dann wieder zuhause waren, gabs ein leckeres Mittagessen und einen ordentlich langen Mittagsschlaf :-) Nun ist der Kopf halbwegs wieder frei und die neue Woche kann kommen.

In diesem Sinne: schlaft schön und startet Morgen entspannt in die Woche!

Freitag, 9. Januar 2015

Mein Plädoyer gegen das Anglotzen...

... wahlweise mit offenem oder geschlossenem Mund.

Ich hab nichts gegen ein neugieriges Anschauen. Oder gegen einen offenen Blick. Alles, was mit einer interessierten Absicht geschieht, zeigt mir Offenheit.

Was ich hier meine ist das Anglotzen. Anstarren. Ohne jegliche Offenheit. Dafür mit einer abschätzigen, bewertenden und vorurteilsbehafteten Intention. Die Mimik ist entweder völlig ausdruckslos vor Fassungslosigkeit oder auch angeekelt bis abgestoßen.

Ich hasse das. Es ist herabwürdigend.

Warum ich ausgerechnet auf dieses Thema zu sprechen komme?

Meine Zwillingsschwester ist seit unserer Geburt schwerstkörperbehindert. Sie sitzt im Rollstuhl und kann durch ihre Tetraspastik ihre Gliedmaßen nur bedingt kontrolliert bewegen. Außerdem ist sie "nicht"sprechend bzw. unterstützt kommunizierend und hat deshalb immer ihren Talker dabei. (Ich hatte hier schon mal darüber geschrieben.) Rein vom äußeren Erscheinungsbild her sieht man also auch als Außenstehender auf den ersten Blick, dass sie eine Behinderung hat.

Und deshalb passiert es immer wieder:

Die Menschen auf der Straße, im Café oder wo auch immer unterbrechen schlagartig ihre gerade durchgeführte Tätigkeit, die geführten Gespräche verstummen und ihre Blicke richten sich auf meine Schwester. Kurz geht ein Schwenk auf unsere jüngere Schwester und mich, um zu sehen, wer noch dabei ist. Dabei rutscht der Ausdruck der Augen kurz ins Mitleid rüber, bevor die Blickrichtung wieder zurück zu meiner Zwillingsschwester wandert.

Klar, es ist nicht immer so auffällig und es gibt auch positive Beispiele, wo meine Schwester einfach wie ein menschliches Wesen, das Emotionen hat und die Welt wahrnimmt, betrachtet wird. Aber leider genauso oft geschieht das Gegenteil.

Erst neulich, als wir von unserem Weihnachtsurlaub bei unserer Familie zurückgefahren sind. Da haben wir auf einem Rasthof Pause gemacht um Mittag zu essen. Kaum saßen wir, merkte ich Blicke auf uns. Als ich mich suchend umschaute, entdeckte ich eine Familie mit zwei Kindern, die ein paar Tische weiter saßen. Alle Köpfe waren in unsere Richtung gedreht. Die Münder standen offen und die starren Augen fielen fast aus dem Kopf. Als meine Schwester dann auch noch anfing zu essen, da ging eine Regung durch die Mimik der Familie, die an Ekel und Abscheu erinnerte. Es dauerte eine Weile, bis die vier ihr Augenmerk wieder auf ihren eigenen Tisch gelenkt hatten und weiter essen konnten

Da fehlt mir das Verständnis. Und nein, ich kann dann auch nicht mehr cool und lässig reagieren oder so tun, als wenn mich das nicht stören würde.

Meine Schwester ist ein Mensch. Sie bekommt durchaus mit, was um sie herum geschieht. Und wer, bitte schön, möchte angeglotzt werden, als wenn er ein Alien mit 5 Armen und lila Hautfarbe wäre? Niemand, denke ich. Es ist herabwürdigend, erniedrigend und grenzüberschreitend.

Ich weiß natürlich, dass es viele Menschen gibt, die so gut wie keine Berührungspunkte mit behinderten Menschen haben. Und dass es von ihrer Seite aus offene Fragen gibt. Es gab schon genügend Situationen, wo wir nette Gespräche mit netten Menschen geführt haben, die auf uns zu kamen. Sie haben uns gefragt, ob sie kurz stören dürften, denn sie hätten die und die Frage. Kein Problem, klar, gerne! Einem offenen und freundlichen Gespräch gehe ich selten aus dem Weg. Meine Schwester kommt genauso gern mit Menschen in Kontakt. Natürlich ist es ihr lieber, wenn Menschen die Fragen an sie stellen und sie die Chance hat, diese zu beantworten. Und natürlich ist es scheiße, wenn man irgendwo ist und die Menschen, statt das Gespräch zu suchen, sie lieber anstarren. Wer wird schon gern begafft, als wenn er ein Autounfall wäre?

Diese Worte brannten mir schon eine Weile auf der Seele. Ich möchte niemanden verurteilen. Es gibt genügend Gründe, das Gespräch nicht zu suchen. Sei es aus falschverstandener Höflichkeit, aus Feigheit oder oder oder. Aber es gibt keine Begründung, die es in meinen Augen rechtfertigt, einen Menschen aus Fleisch und Blut anzuglotzen. Mit oder ohne offenen Mund.

Behinderung behindert Rollstuhl E-Rolli Rhein Sonnenuntergang Schwestern

Dienstag, 6. Januar 2015

Like-2-bike: die neue Blogparade von bikelovin und ich bin dabei! Du auch?

Kennt ihr die Fahrradfrau von bikelovin? Diejenigen unter euch, die schon länger bei mir lesen, sind schon das ein oder andere Mal über ihren Namen gestolpert. Denn: ich bin großer Fan von ihrem Blog, auf dem sich alles ums Radeln und ums Upcycling dreht! Und nun hat die liebe Fahrradfrau eine neue Blogparade gestartet:

Fahrrad Blogparade bikelovin

Und zwar haben immer mehr Leute immer mehr Fahrradbilder an die Fahrradfrau geschickt, die sie auch immer sehr gern veröffentlicht hat. Ja und wie das ganz gern bei so was ist, auf einmal kommt man nicht mehr hinterher und nicht mehr mit und das ist blöd. Deswegen hat sie in diesem Monat die Blogparade gestartet, bei der jeder (so, hier kommt ihr ins Spiel) seine Fahrrbilder oder Fahrradgeschichten oder auch Fahrrad-Upcycling-Ideen verlinken kann!

Als ich das gelesen hab, war ich direkt Feuer und Flamme und wollte gern einen ganz neuen Blogpost mit irgendwas zum Thema Radeln veröffentlichen. Doch ganz ehrlich? Die liebe Mina ist nicht sooo die Fahrradfreundin. Ich hatte ihr ja mal einen Anhänger gekauft und wir haben lange trainiert. Aber das klappt einfach nicht. Sie mags nicht und das muss ich akzeptieren. Schließlich hat sie viele andere tolle Seiten und sie nun zum Radfahren zwingen, das wäre echt blöd!

Deswegen hab ich gegrübel und überlegt, wie ich denn nun einen tollen Text mit tollen Fotos zu meinem eigentlich heißgeliebten Fortbewegungsmittel veröffentlichen kann... 

Die Lösung: ich nehm einen alten Text mit (in meinen Augen) supertollen Fahrradfotos und verlinke den! Das ist sogar auch ausdrücklich gestattet :-) Und zwar nehm ich dazu diesen hier:


Mein Appell an euch: habt ihr Fahrradfotos oder -geschichten? Dann verlinkt sie auch! Bereits jetzt gibts 23 Verlinkungen und es werden bestimmt noch mehr! So kommen eine Menge schöner Fahrrad-Blogposts zusammen, die alle an einem Ort gesammelt sind! Ich klick mich gleich mal in Ruhe durch alle neuen Verlinkungen und versinke in meinen Fahrradfahrträumen... Seufz...

Doch so ganz ohne aktuelle Fahrradfotos wäre dieser Text nun auch etwas langweilig. Deswegen hier: ein vergessenes Rad im Dornröschenschlaf!

eingewachsen überwuchert Dornröschen vergessen verloren

eingewachsen überwuchert Dornröschen vergessen verloren

Wenn ihr nun Lust auf weitere Fahrradtexte und -bilder von mir bekommen habt, dann schaut mal hier! Mit diesem Beitrag war ich übrigens schon bei der Blogparade "Stadt-Land-Rad" dabei :-)

Ihr seht: auch wenn meine Fahrradliebe mit Mina etwas einschläft, so ganz verlässt sie mich nie! Schließlich fahr ich auch immer mit dem Rad zur Arbeit :-)


Sonntag, 4. Januar 2015

Ich stand im Krater eines erloschenen Vulkans

Mitten in Deutschland. Ein erloschener Vulkan! Klar, hätte ich mir denken können, wenn ich über Silvester in die Vulkaneifel fahre. Aber wer stellt denn gleich eine Verbindung von dem Namen und einem Vulkan her? Ich brauch bei so was immer ein bißchen länger ;-)

Doch der Reihe nach. Vor ein paar Wochen fragten mich liebe Freunde, ob ich Lust hätte, Silvester in einem kleinen Ort in einer gemütlichen Ferienwohnung in der Eifel zu verbringen. Klar! Ich bin eh nicht so der Silvesterfreund und mit den besagten Freunden hab ich schon das ein oder andere tolle, ruhige Silvester verbracht und ein neues Jahr begrüßt. Und so fuhren Mina und ich über Silvester in die Eifel. Bis dahin kannte ich nur den Begriff, mehr nicht. Und nun, nach zwei Nächten dort, will ich dringend nochmal hin! Tolle Landschaften, schöne Berge, weite Sichten, 1a-Natur! Und das Leitungswasser schmeckt besser als so manch abgefülltes Mineralwasser :-)

Am Silvestertag sind wir nach Arensberg gefahren. Dort gibts einen begehbaren, erloschenen Vulkan!

Arensberg Vulkan Eifel erloschen

Arensberg Vulkan Eifel erloschen

Es war ein sehr seltsames Gefühl in einem erloschenen Vulkankrater zu stehen. Dass er genau in dem Moment erneut ausbricht, ist zwar recht unwahrscheinlich, aber auch nicht komplett ausgeschlossen. 

Arensberg Vulkan Eifel erloschen

Das erste Mal ist dieser Vulkan vor 32 Millionen Jahren ausgebrochen. Das zweite Mal dann vor 24 Millionen Jahren. Beeindruckend, mit welcher Kraft das Magma hier aus der Erde geschossen sein muss. Auf einmal fühlt man sich dann doch recht klein und unbedeutend...

Arensberg Vulkan Eifel erloschen

Und wer steht da völlig gechillt rum und streckt die Arme in den Himmel? Ein Schneemann:

Arensberg Vulkan Eifel erloschen Schneemann

Auch wenn der Vulkankrater recht verschneit war, die Natur ließ sich trotzdem blicken: 

Arensberg Vulkan Eifel erloschen

Arensberg Vulkan Eifel erloschen

Ganz am Boden des Vulkans haben wir ein Labyrinth entdeckt: 

Arensberg Vulkan Eifel erloschen Labyrinth

Wäre es nicht so voller Schnee gewesen, wäre ich es sehr gern abgegangen. Ein Labyrinth unterscheidet sich von einem Irrgarten, denn es hat einen Anfang und nur einen Weg, der in die Mitte führt. Verlaufen ist also nicht. Dafür ist es sehr meditativ, wenn man den Weg in Ruhe und wirklich Schritt-für-Schritt abschreitet. Sobald ich irgendwo ein Labyrinth entdecke, bin ich auch schon dabei es abzugehen.

Schlagbaum Makro

Silvester selbst haben wir schön gemütlich, im Scheine des Holzofens, in der Ferienwohnung verbracht. Als Essen gabs ein leckeres, vielfältiges Abendbrot. Mit besagten Freunden haben wir vor drei Jahren begonnen, vor Mitternacht auf das vergangene Jahr zurück zu blicken. Was war schön, was war nicht so doll. Was hat uns bewegt. Und was erwarten und erhoffen wir vom neuen Jahr. Jeder erzählt von sich und seinen Erlebnissen und den Dingen, die ihn beschäftigen. Das ist sehr spannend und persönlich. Für mich die tollste Art, ein Jahr abzuschließen und ein neues zu beginnen!

Um Mitternacht war es in dem kleinen Ort verhältnismäßig ruhig: nur das Nachbarhaus hat geknallt. Für Mina wars trotzdem schon genug und sie hat sich vor Angst verkrümelt. Ich hab sie dann unter meine Bettdecke gepackt (ein hochheiliger Ort, an den sie sonst niemals nie darf) und nach ein paar Minuten hat sie sich wieder beruhigt.

Als dann ein Freund seine Gitarre rausholte und eine Freundin dazu anfing zu singen, spätestens da war Mina wieder entspannt. Sie starrte auf die Gitarrenspielenden Finger und war der beruhigteste Hund der Welt.

Tja, und dann ging beim Haus gegenüber die Haustür auf, ein Mann trat heraus. Er nahm sein Gewehr und schoß drei- oder viermal in die Luft. Drehte sich um und ging wieder ins Haus. Wir waren für einen Moment sprachlos. So was hat noch keiner von uns gesehen. Sehr skuril und etwas beängstigend...

Am Neujahrstag sind wir zu einem langen Spaziergang gestartet. Die Sonne lachte vom Himmel und glitzerte auf der fast geschlossenen Schneedecke:

Spaziergang Neujahr Silvester Schnee Vulkaneifel

Spaziergang Neujahr Silvester Schnee Vulkaneifel

Spaziergang Neujahr Silvester Schnee Vulkaneifel

Spaziergang Neujahr Silvester Schnee Vulkaneifel

Leider war dann die Zeit auch schon wieder rum. Noch einen letzten gemeinsamen Kaffee und ich musste mit Mina wieder zurück. Die anderen sind noch bis Samstag geblieben, aber mich rief die Arbeit...

Doch vorher werft bitte noch einen Blick in unser dezent lila-farbenes Schlafzimmer:

Eifel lila

Hier stimmte alles. Die Wände passten zur Bettwäsche passten zu den Kissen passten zur Deko passten zu allem in lila. Wer drauf steht, dem gefällt das bestimmt ;-) Die Ferienwohnung an sich war sehr stimmig eingerichtet und gestrichen. Alles passte irgendwie zu allem. Aber sie war super ausgestattet mit Holzofen und allem, was das Herz begehrt!

So, und nun kommen wir zum Ende. Kaum war ich am Freitag in der Arbeit angekommen, konnte ich auch fast schon wieder umdrehen. Irgendein Virus oder so was hat mich angefallen und mich bis heute Morgen lahmgelegt. Seitdem gehts langsam wieder aufwärts...

In diesem Sinne: ich wünsch euch einen schönen Start ins neue Jahr! Ich freu mich schon sehr auf die vor uns liegenden, völlig unbeschriebenen Tage!