Mittwoch, 27. Mai 2015

Es gibt Tage, wie diesen...

An solchen Tagen, kann ich manches. Aber vieles nicht. Mir fehlt die körperliche Kraft mich groß zu bewegen, geschweige denn große Sprünge zu tun. Es war viel los die letzten Tage und ich habe die auslösenden Faktoren erkannt. Ich habe mir möglichst viele Ruheinseln erschaffen. Aber an Tagen, wie diesem, bin ich erschöpft. Obwohl ich das weiß und obwohl ich auch weiß, dass das ein Teil meiner Depression ist, habe ich mich heute eine ganze Weile darüber geärgert. Schließlich hatte ich doch Urlaub und da muss ich doch jetzt wohl erholt sein. Warum bin ich nur so schlapp? Im Grunde wusste ich es da natürlich bereits. Doch die Akzeptanz von Schwäche ist ja immer so eine Sache...

Was mir diesen Tag ein bißchen schöner erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass es mir psychisch stabil geht. Noch vor nicht allzu langer Zeit wäre eine körperliche Erschöpfung mit einem kleinen oder auch größeren Tief einhergegangen.


Deshalb versuche ich gerade meine Gedanken auf die positiven Seiten der heutigen Müdigkeit und Schwere zu lenken. Und weil ich gerade nicht viel weiter als bis zum Ende meiner vier Wände komme, finde ich endlich mal wieder Zeit, um auf den verschiedensten Blogs zu lesen. Dabei bin ich auf einen sehr passenden Text von Tobi Katze gestoßen. Er beschreibt, wie seine letzte Therapiesitzung war und welche Gedanken ihm dazu kamen. Passend ist sein Text deshalb, weil auch bei mir gestern die letzte Therapiesitzung anstand. (Übrigens einer der auslösenden Faktoren für meine jetzige Erschöpfung. So ein einstündiger Rückblick auf die letzten Monate ist genauso anstrengend, wie die Gedanken, die ich mir zum Ende meiner Therapie gemacht habe. Nach all den Monaten der begleitenden Aufarbeitung und Umsetzung von bestimmten Dingen/Verhaltensweisen/Denkmustern stehe ich nun "allein" da. Zwar fühle ich mich gut damit, aber ein paar Gedanken mach ich mir halt schon.) Lest euch den Text von Tobi Katze mal durch. Er beschreibt seinen Umgang mit der letzten Sitzung mit sehr einleuchtenden Vergleichen.

Wo ich grad schon so am Stöbern im Internet war, hab ich mir auch direkt das wunderschöne Märchen von Fee durchgelesen. Es ist so schön geschrieben und dabei auch noch so wahr.

Und wisst ihr, was ich gerade noch getan habe? Ich habe mir etwas leckeres zu essen gekocht. Denn wenn was tolles im Magen ist, dann kommt die Energie auch wieder viel schneller in den Körper zurück. Einige von euch haben bestimmt schon über Instagram mitbekommen, dass ich in der Urlaubswoche bei meiner Familie ein klein wenig viel Süßes und Kuchen gegessen habe und deswegen gerade mal wieder mit grünen Smoothies anfange. Über Geschmack lässt sich ja streiten, über Konsistenz auch, aber gesund sollen sie halt sein und ich merke, dass sie mir gut tun. Deswegen löffel ich die nun einfach, weil trinken kann ich sie wirklich nicht.

Bevor ich mich jetzt von euch in einen Couchabend verabschiede, zeig ich euch noch mein Abendessen: Auflauf mit Brokkoli, rotem Mangold, Vollkornnudeln, Buchweizen, Sesam, Cashewkerne, Äpfeln, Kümmel und Parmesan. Sehr lecker!

Gemüseauflauf Nudeln Brokolli Apfel Kümmel Parmesan roter Mangold Vollkorn Buchweizen Sesam


In diesem Sinne: ich wünsch euch einen entspannten Abend!

Kommentare:

  1. Solche Tage gibt es einfach manchmal. Es ist aber schön, dass du auf dich gehört hast und dir immer wieder Ruhephasen machst. Noch schöner finde ich,dass es dir so gut geht und drücke dir ganz ganz fest die Daumen dass es so bleiben wird. Auch wenn es manchmal solche Tage gibt... :-)
    Liebe Grüsse Alizeti

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  2. Solche Tage sind vollkommen normal - aber werden sich wohl nie so anfühlen. Und ich glaube das ist, was uns allen zu schaffen macht. Wir können nur im Hier&Jetzt leben und das Beste daraus machen.
    Wenn ich mir Deine Entwicklung der letzten Monate so ansehe, dann bin ich mir aber sicher, dass diese Tage irgendwann nicht mehr so schwer für Dich sind, wie sie sich leider oftmals anfühlen.

    Ich glaube an Dich! Ganz fest!

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Es beruhigt mich immer, dass es anderen Menschen auch so gut. Im normalen Alltag kommt es mir leicht so vor, als wenn um mich herum immer alle Menschen wer weiß wie fit sind...
      Danke für deine lieben Worte!!!
      Liebe Grüße!
      Frauke

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  3. Liebe Frauke, ich glaube, gerade bei uns ist jede Veränderung "gefährlich", weil es Angst macht... wieder ins Schwarze zu fallen... und nicht mehr (alleine?) herauszufinden... und das Ende einer Therapie ist eine Veränderung... für mich war es wichtig, zu erkennen, wann und woher diese "Schübe" kommen... manchmal kann ich gegensteuern... manchmal will ich es einfach nicht... und "gönne" mir dieses "hinfallen" - aber ich bleibe nicht mehr lange liegen... und mir scheint, es geht dir da ähnlich... fühl dich gedrückt... wir müssen lernen, damit umzugehen - denn das Ende der Therapie ist leider nicht das Ende der Depression... sie lautert da vermutlich bis an unser hoffentlich fernes Lebensende... die Frage ist nur: wie gehen wir damit um??

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Ich freu mich über jedes liebe Wort von euch :-)