Sonntag, 31. August 2014

Wald am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen!

Heut Morgen war ich mit Mina im Wald am Harkortberg in Wetter wandern.

Das letzte Mal waren wir im April da (klick).

Die Natur sah jetzt, Ende August schon anders aus, als im Frühling. Vor allem weil auch einige Pilze gewachsen waren.

So ein Spaziergang im Wald, mit der Kamera in der Hand und dem Hund an der Seite, das ist schon was feines und es entschleunigt ganz wunderbar!











Das Wetter war von wolkig-windig bis sonnig. Aus der Ferne hörten wir aber schon die ersten Donner, die sich näherten. Als wir dann im Auto saßen und auf dem Rückweg nach Dortmund waren, brach das Gewitter mit Starkregen los.

Also alles richtig gemacht :-)


Freitag, 29. August 2014

Sommer ist Sommer solang der im Kalender steht. So.

Und im Sommer kann man schön mit einer Freundin ein Feierabend-Bier am tollen Bergmann-Kiosk (klick) trinken und dabei in den bequemen Sonnenklappstühlen chillen!

(Da das "Chillen" bis vor einiger Zeit noch ein ziemliches Fremdwort für mich war, bin ich um so stolzer auf mich, dass ich das mittlerweile so fleißig und regelmäßig übe!)

Das Foto ist zwar schon von Mittwoch, aber ich zeigs euch erst heut... Denn heut ist auch noch Sommer!


Noch mehr Sommerbilder gibts wöchentlich bei Summer loving von der lieben Nina: klick.


Ich wünsch euch einen schönen Start ins Wochenende!

Mittwoch, 27. August 2014

Depression. So viele Betroffene und doch so viel Unverständnis.

In der letzten Zeit klang es hier auf meinem Blog sehr positiv. Das lag daran, dass es mir meistens sehr gut ging.

 
Wenn ich mal einen Tag hatte, wo ich mal nicht so dolle drauf war, dann war das so und ich hab hier nicht weiter darüber geschrieben. Schlechte Tage hat schließlich Hinz-und-Kunz und sowieso jeder Mal. Und nicht nur Menschen mit einer Depression.

Meine Depression rückt bei mir auch immer mehr in den Hintergrund. Weil ich mich recht stabil fühle. Weil ich schon einige Wochen keinen Einbruch mehr hatte.

Doch wer weiß wie lange das noch anhält? Keiner weiß es.

Aber das liegt nicht nur daran, dass bei mir vor einem Jahr eine Depression diagnostiziert wurde (damals noch mittelschwer bis schwer). Nein. Jeder Mensch kann an einer Depression erkranken.

Jeder.

Es handelt sich schließlich um eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn. Die Botenstoffe arbeiten nicht mehr richtig und man selbst kommt allein nur sehr schwer aus dem tiefschwarzen Loch wieder heraus. Klar, eine genetische Veranlagung und/oder eine schwierige persönliche Vorgeschichte können eine Depression begünstigen. Tun sie auch häufig, müssen sie aber nicht.

Laut einer Schätzung der WHO leiden weltweit 350 Millionen Menschen an einer Depression. Und doch gibt es immer noch eine Stigmatisierung der Betroffenen. Noch immer suchen sich viel zu wenige Menschen Hilfe. Und noch immer bekommen viel zu wenige Menschen Hilfe.

Wer noch nie versucht hat, Hilfe zu bekommen, wenn er grad in einer Depression drin steckt, der kann das nur schwer nachvollziehen. Das Heimtückische bei der Krankheit ist dieses enorm schwarze Loch, ohne Ende, ohne Boden, ohne Hoffnung. Der Antrieb für die alltäglichsten Tätigkeiten fehlt. Alle Welt und Jeder scheint sich gegen einen verschworen zu haben. Wenn die Welt Morgen aufhören würde sich zu drehen, ja und? Dann hätte dieses ganze Sinnlose ein Ende. Und mit dieser Stimmung, mit dieser wenigen Kraft soll man sich Hilfe suchen. In einer Gesellschaft und bei Ärzten, die mit der Krankheit häufig nach wie vor nicht umgehen können und Berührungsängste haben.

Bei mir war es damals so, dass mein Überlebenswille noch da war. Zum Glück. Und der war stark. Der hat mich dazu gebracht, mir Hilfe zu suchen und Antidepressiva zu nehmen. Die Nebenwirkungen waren nicht witzig und ich habe echt zwei Wochen gebraucht um halbwegs mit den Tabletten klar zu kommen (mittlerweile spüre ich gar keine Nebenwirkungen mehr).

Doch wie viele Menschen haben dann nicht mehr die Kraft, bei unendlich vielen Therapeuten anzurufen und als Bittsteller für einen möglichen Probe-Termin aufzutreten? Immer wieder die Anrufbeantworter, die einem die Telefonsprechzeiten (meist nur 1 Stunden pro Woche) mitteilen. Dann zu den verschiedenen Terminen die einzelnen Therapeuten anrufen, wo dann natürlich (welch Überraschung) oft besetzt ist. Und wenn man dann doch mal durchkommt, zu hören bekommt: "Tut mir leid. Alles voll. Rufen Sie bitte in einem Jahr noch mal an.". Mit etwas Glück erwischt man einen Therapeuten am Telefon, der vielleicht eine Warteliste hat. Und dem soll man dann zumindest schon mal telefonisch seine Vorgeschichte erzählen. Doch wie viele Menschen bringen die Kraft dafür nicht auf? Und dann das Warten. Auf einen Probetermin. Um danach die Ernüchterung zu haben: "Ach nee, das passt nicht mit uns." (Bei einer Therapie geht es schließlich um sehr persönliche Dinge und da muss die Chemie einfach passen. Sonst geht nix.) Und schon gehts wieder weiter.

Ich könnte hier noch endlos weiter ausführen, wie schwierig es ist, adäquate Hilfe zu bekommen. Doch ich glaub, dann würde der eh schon recht lange Text wirklich zu lang werden.

Auf jeden Fall möchte ich euch noch zwei aktuelle Beispiele von mir nennen, wie ich mich komisch behandelt fühlte und das, obwohl es mir eigentlich recht gut geht.

Vor kurzem wechselte ich die Frauenärztin. Die Sprechstundenhilfe sollte im Labor mit mir zusammen meine Akte anlegen. Als die Sprache auf evtl. Medikamente kam, musste ich ihr mein Antidepressiva buchstabieren, weil sie es nicht kannte. Gut, kann sein. Auf ihre Nachfrage, wofür das Medikamt wäre, sagte ich, dass es ein Antidepressiva ist. Ihre Frage darauf: "Ein Anti-... was? Wogegen soll das denn helfen?" Da wäre ich am liebsten schon gegangen. Bin ich aber nicht. Als ich dann bei der Frauenärztin saß, war ihre zweite Frage, warum ich die Tabletten nehme. Dazu ein leicht abgrenzender Tonfall, gepaart mit Misstrauen. Ich habe ihr dann kurz meine Vorgeschichte umrissen. Das reichte ihr aber nicht. Nein, ich sollte ich bitte noch erklären, warum ich denn immer noch die Tabletten nehme und ob es denn überhaupt (!) einen Auslöser für eine Depression gegeben hätte oder ob ich die Tabletten nur grundlos nehmen würde. Nee, klar.

Kommen wir zur zweiten Geschichte.

Ich bin bei meinem "alten" Therapeuten schon eine Weile in Behandlung und kam die ganze Zeit über mit ihm klar. Doch irgendwann kam ich an einen Punkt, wo ich merkte, dass ich mit ihm und mit der psychologischen Psychotherapie nicht mehr weiter komme. Deswegen habe ich mich nach Alternativen umgesehen und eine sehr nette Verhaltenstherapeutin gefunden, die eine sehr gute Herangehensweise hat und bei mir schon viel im Denken und im Erkennen von Zusammenhängen bewirkt hat. Nun muss dieser Therapeuten-Wechsel aber beantragt werden, so als wenn ich eine neue Therapie beginnen würde. Mein Antrag auf Kostenübernahme wird mittlerweile seit 1 Monat bearbeitet und es kann sehr gut sein, dass er abgelehnt wird. Weil ich zwischen den zwei Therapien nicht die vorgeschriebenen zwei Jahre gewartet habe. Jedem Patienten stehen 5 Probetermine bei einem neuen Therapeuten zu. Diese habe ich nun ausgeschöpft und warte auf die weitere Bearbeitung meines Antrages... Und dabei möchte ich doch nur weiterhin stabil bleiben und meine alten Verhaltensmuster, die zu der Erkrankung beigetragen haben, dauerhaft ablegen und durch andere ersetzen.

Ihr seht, da steckt eine Menge hinter, wenn man Hilfe sucht und finden möchte.

Eines darf dabei nur keiner vergessen: eine Depression kann auch im Selbstmord enden, wenn sie unbehandelt bleibt.

Deswegen achtet auf Warnsignale und schämt euch nicht, Menschen/Ärzte um Hilfe zu bitten! Es gibt Anlaufstellen, die bereit sind euch zu helfen!


Hier ein paar Links, die mir geholfen haben:


Ich bin sehr dankbar, dass ich bei meiner Familie und meinen Freunden auf Verständnis, offene Ohren und Rückhalt gestoßen bin. Gerade auch, als es mir sehr schlecht ging. Aber auch jetzt, wo es mir wieder gut geht.


(Noch mehr Geschriebenes von mir zu dem Thema "Depression" findet ihr übrigens hier (klick) und hier (klick).)

Montag, 25. August 2014

Ein Ersatz-Wichtel-Geschenk zaubert ein fettes Lächeln auf mein Gesicht!

Kennt ihr diese Momente, wo es an der Tür klingelt und man nix ahnend öffnet? Dann steht ein Paketbote da (und rennt trotz kläffender Mina nicht weg) und überreicht einem völlig unverhofft ein großes tolles Paket?

Bei mir war das am Samstag so!

Ich hab ein wenig Mittagsschlaf gemacht als es schellte. Etwas verpennt hab ich geöffnet und völlig verdutzt das bunte Paket in Empfang genommen. Da kam bereits ein kleines Lächeln auf meine Lippen, weil ich a) den Absender nicht kannte und b) das Paket schon von außen toll aussah.

Tja, was soll ich sagen? Schaut selbst, warum ich seit dem Öffnen ein fettes Grinsen auf den Lippen habe:



Wo kommt ein so liebevoll gefülltes und perfekt auf mich abgestimmtes Paket her? Es kommt von Mirja von Glückpunkt (klick)! (Hier hat sie selbst übrigens auch darüber berichtet: klick.) Bis zu dem Paket hatte ich von ihr noch nix gelesen oder gehört. Und trotzdem schickt sie mir solch voll tollen Geschenke! Selbst für Mina sind selbstgebackene Hundekekse mit dabei!

Doch warum tut sie das, fragt ihr euch? Jaha, die scheinbar äußerst liebe Mirja hat bei Frau Nahtaktiv (klick) gelesen, dass ich eine von den drei leerausgegangenen Wichteln bin. Ich hatte hier (klick) schon mal darüber berichtet. Und da hat die Mirja sich hingesetzt und mir ein Ersatz-Paket zusammengestellt. Obwohl sie bei dem Wichteln gar nicht mitgemacht hatte!

Weil sie im April ein Baby bekommen hat!

Und da hat sie sich trotzdem die Zeit genommen und die Mühe gemacht, mir diese tollen Dinge zu nähen, auszusuchen und zu schicken!

Ey, ich bin sprachlos und glücklich! Wo kommt ein solch lieber Mensch her, der völlig uneigennützig ein solch prall gefülltes Paket verschickt und sich mit dem Befüllen so viel Mühe gibt???

Sie hat mir eine Schlafbrille, ein Schlüsseletui und einen Hundegassigehbeutel genäht! Selber und total schön und überhaupt! In genau meinen Farben! Für den Hundebeutel hab ich beim ersten Ausführen direkt ein Kompliment von einer anderen, mir unbekannten, Hundebesitzerin bekommen. Die fand die Tasche auch sehr toll und voll praktisch :-) 


Die tolle Karte hat die Mirja mir beigelegt und mit viel tollen Worten beschrieben: 


Selbst ein Schnecken-Maßband hat sie beigelegt :-)


Und hier seht ihr die selbstgebackenen Hundekekse: 


Mina fährt voll drauf ab! Mirja hat genau ihren Geschmack getroffen!

@Mirja: könntest du mir das Rezept schicken? :-)


Im Paket lagen übrigens auch noch selbstgemachten Seifen und zwei selbstgekochte Marmeladen.

HALLO?

Ich bin, wie geschrieben, immer noch völlig sprachlos. Über so viel tolle Dinge. Aber viel mehr noch über das persönliche Herzblut, das die Mirja in all diese Dinge gesteckt hat! So viel Nächstenliebe ist einfach toll! Einen leerausgegangenen Wichtel völlig selbstlos zu beschenken, grandios!

Da kann sich so mancher Mitmensch eine Scheibe von abschneiden!

Liebe Mirja: auch an dieser Stelle noch ein fettes, dickes, von reinem Herzen kommendes DANKESCHÖN!!!!!!

Freitag, 22. August 2014

Menschen Ihres Alters haben häufig schlechtere Zähne

Heut Morgen war ich beim Zahnarzt. Halbjährliche Kontrolle.

Nun bin ich kein großer Fan von Zahnärzten, doch bei meinem jetzigen bin ich schon seit 5 Jahren und das will was heißen! Die letzten Jahre hatte ich auch immer alles gut und es musste fast nix gemacht werden. Doch Angst bleibt Angst (ist keine Panik, aber halt Angst).

So, da sitz ich heut im Wartezimmer und versuch mich abzulenken. Da kommt ein netter, echt hübscher, aber noch recht junger Zahnarzthelfer auf mich zu und bittet mich ins Behandlungszimmer. Er bereitet alles zur Kontrolle vor und wir haben ein äußerst charmantes Gespräch geführt. Wirklich sehr nett. Trotz allem war ich natürlich immer noch angespannt, weil ich ja auf diesem fürchterlichen Stuhl sitzen musste und bereits das weiße Tuch um den Hals hatte. Er schaute dann schon mal in meinen Mund und machte eine Vorkontrolle bevor der Arzt kam um evtl. Zahnstein zu entfernen. Als er fertig war, drehte er sich um und tippte seine Erkenntnisse in den Computer ein.

Dann sagte er, wahrscheinlich um mich zu beruhigen:

"Bei Menschen Ihres Alters habe ich schon viel schlechtere Zähne gesehen."

Das saß.

Bei Menschen meines Alters.

Gut, ich bin nun bereits 31 Jahre. Aber bis heute Morgen dachte ich, dass das durchaus noch nicht so alt wäre und dass ich auch noch um ein paar Jahre jünger aussehe.

Ich war mittelmäßig geschockt, während der charmante Zahnarzthelfer weiter nett plauderte. Er hatte es scheinbar wirklich positiv gemeint.

...Menschen meines Alters...

Dann kam der Zahnarzt, recht gut gelaunt, und meinte, heut würd er nix machen. Als er in meinen Mund schaute, kamen ihm erste Zweifel. Nach zwei Röntgenbildern vereinbarten wir dann einen Termin für eine Füllung in 1 Woche und ein anderer Zahn wird das nächste halbe Jahr beobachtet.

Super.

Mit etwas mittelmäßiger Laune kam ich dann aus der Praxis raus, schwang mich aufs Rad und fuhr zur Arbeit. Dort wollte ich wenigstens ordentlich Mitleid haben. Sowohl für "Menschen Ihres Alters", als auch für die anstehende Behandlung. Wie mir dann aber sehr plastisch von einer Kollegin geschildert wurde, war meine Schilderung jammern auf sehr hohem Niveau. Wie sie gestern erfuhr, stehen bei ihr die nächsten Monate wesentlich schlimmere Dinge ins Haus bzw. in den Mund, bei deren Schilderung ich spontan Zahnschmerzen im ganzen Kiefer bekam...

Aber trotz allem bin ich etwas schockiert und trinke mir darauf erstmal ein Glas vom ersten Federweißer dieses Jahres: 


In diesem Sinne: ich wünsch euch einen schönen Freitagabend!

Donnerstag, 21. August 2014

Lomo-Challenge Teil 1: Der güne Daumen

Liebe Leute! Habt ihr schon von der Lomo-Challenge von Fee (klick) gehört? Die hat vor einiger Zeit eine Challenge angekündigt, wo jeder mit analogen Fotos mitmachen kann und es echt tolle Preise gibt. Sie hat auch die 4 Mottos bereits verkündet.

Für die kommenden Tage lautet das Motto: "Der grüne Daumen" (klick)!

Als ich das erste Mal von ihrer Lomo-Challenge gelesen hatte, sprudelten direkt die ersten Ideen in meinem Kopf...

...grüner Daumen... ...grüner Daumen... ...grüner Daumen... ...grüner Daumen... ...grüner Daumen...

Wer hat einen grüneren Daumen als die liebe Mutter Natur im Sommer? Was ist im Sommer besonders grün? BÄUME! Klar, Bäume von oben sind besonders grün. Nur, wie komm ich da hoch um Fotos von oben zu machen? Gar nicht. Eben. ABER: Bäume von unten sind auch grün! Und da komm ich dran :-)

Also hab ich mir einen Tag meine Fisheye (klick) geschnappt, mich aufs Rad geschwungen und bin halb Dortmund abgefahren um möglichst tolle "Bäume von unten" zu finden. Sah bestimmt total gut aus, wie ich immer mit dem Kopf nach oben geradelt bin und dann alle paar Meter angehalten hab um ein Foto zu schießen ;-) Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, die Fotos sind was geworden und das ist ja wohl die Hauptsache.

Genug geredet, kommen wir zu den Bildern (Achtung, kleine Bilderflut!):


















Klar, in "echt" sehen die Fotos natürlich besser aus. Aber um sie hierhin zu bekommen, hab ich sie vorhin abfotografiert. Da bleibt leider immer ein Teil an Farbe etc. auf der Strecke. Mir gefallen sie trotzdem voll gut :-)

Seid ihr neugierig geworden, was die anderen Teilnehmer an der Lomo-Challenge für Fotos gemacht haben? Dann klickt mal schnell zu Fee: klick!

Bei dem Thema in der nächsten Woche ("Hals über Kopf") muss ich leider aussetzen, weil ich keine Kamera hab, die Doppelbelichtungen mit 180°-Drehung kann. Aber in zwei Wochen sehen wir uns hier wieder mit Fotos zu "Sommer, Sonne, Sonnenschein"!



Mittwoch, 20. August 2014

Ein paar kostbare Sonnenmomente auf Phönix-West

Bei diesem trüben Herbstwetter genieß ich die seltenen Sonnenstrahlen um so mehr. Da gehts euch bestimmt nicht anders, oder?

Heut war ich nach der Arbeit deswegen fix auf Phönix-West. Mina freut sich eh immer wie sau, wenn sie dort mit den anderen Hunden spielen darf. Sie rennt nach Lust und Laune fleißig hin und her.


Am liebsten sitzen wir ja bei der Wasserstelle. Ich hatte hier (klick) ja schon mal kurz nebenbei darüber berichtet.


Und weil die Sonne wirklich so herrlich schien und das auch noch so unverhofft, waren es richtige sommerliche Momente!

Ganz spontan kamen noch zwei Freundinnen vorbei und wir saßen dort, quatschten und genossen die Sonnenstrahlen auf unseren Gesichtern.


Doch, wie sollte es in diesem herbstlichen August-Ende anders sein? Die Wolken rückten näher...


Irgendwann verscheuchte uns dann der erst langsam einsetzende, dann aber schnell stärker werdende Platzregen. Leider. Es war grad so schön!

(Wundert ihr euch eigentlich, warum die Fotos so ein bissel anders aussehen als sonst? Ich hatte meine Kamera zuhaus vergessen. Doch, hihi, ich hab ja seit Montag ein Smartphone (klick), das selbstverfreilich eine integrierte Kamera hat! Der ein oder andere wird heut schon ein Foto auf Instagram von Phönix-West von mir entdeckt haben...klick...)


Noch mehr Sommerbilder gibts übrigens wöchentlich bei Summer loving von der lieben Nina: klick.

Montag, 18. August 2014

Tschüss T9 -> komm zu mir, mobiles Internet!

Lange hing mein Herz an meinem Handy. Es war ein schönes, altes Nokia. Mit ihm konnte ich SMS schreiben und telefonieren. Mehr nicht. Mehr konnte es nicht und mehr wollte ich nicht. Hey, es hatte polyphone Klingeltöne! Es gab mal eine Zeit, da war man stolz auf so etwas!

Doch nun ahnt ihr bestimmt schon, worauf meine Worte hinaus laufen...

Das geliebte Handy wurde immer älter und in den letzten Tagen immer unzuverlässiger. Deshalb habe ich lang hin und her überlegt. Heut fiel die Entscheidung. Gegen ein Handy, für ein Smartphone.


Lange habe ich mich gegen dieses mobile Internet gewehrt. Mal ehrlich. Kann mir einer erklären, wie das funktioniert? Also Telefon versteh ich schon nicht. Handy erst recht nicht. Aber mobiles Internet? Das ist mir echt zu hoch. Wo kommt das denn her und wie kommt es in das Gerät rein? Ab heut ist das aber egal, denn ich habs und es scheint irgendwie zu funktionieren!

Aber es gab noch einen anderen Grund, warum ich mich so lang gegen ein Smartphone gewehrt hab. Ich ahnte mein Suchtpotential. Schon bei meinem normalen Handy hatte ich die letzten Jahre eine SMS-Flat. Also eigentlich seit es SMS-Flats gab, hatte ich die. War besser so. Vom Telefonieren war ich ja noch nie so der Fan. Aber SMS schreiben, das konnte ich recht schnell blind. Ohne hinzusehen, nur mit T9 und dann aber natürlich ratzfatz einen halben Roman. Als ich heut im Telefonladen war, meinte der recht hilfsbereite Verkäufer, er würd mal schauen, ob ich zukünftig wirklich noch eine SMS-Flat bräuchte. Schließlich würd die ja kaum einer nutzen. Als er aber auf meine letzte Rechnung schaute, schluckte er kurz und schaute ein zweites Mal auf die Anzahl der versendeten Nachrichten. Wir haben uns drauf geeinigt, dass es ja nun andere mobile Alternativen gibt und ich die SMS-Flat sonst im nächsten Monat noch nachbuchen könnte. Mal sehen, wie die Rechnung dann ausschaut!

Tja, aber kaum daheim, da passierte das von mir befürchtete. W-Lan an, Smartphone in die Finger und Gerät eingerichtet. Nun hab ich Anfänger ja noch nie so ein Ding besessen und brauchte dementsprechend länger, als der heute lebende Durchschnittsmensch. Doch schwups, hatte ich die ersten (natürlich völlig sinnvollen) Apps installiert, den Instagram-Account angemeldet und angefangen mich im mobilen Kleingeräteuniversum zu bewegen.

Also schauen wir mal, wo das noch hinführt. Drückt mir die Daumen, dass es nicht die Smartphone-Sucht wird, die ich so lang befürchtet hab...

(Einen Button, um mir auf Instagram zu folgen, kommt die Tage. Wenn ihr mir aber schon vorher folgen möchtet, dann klickt hier: klick!)

Freitag, 15. August 2014

Kein Mensch ist illegal --- eine Floßdemo durch Deutschland macht auch Station in eurer Nähe!

Kennt ihr Flüchtlinge? Also Menschen, die aus einem Krisen- und/oder Kriegsgebiet geflohen sind? Sie leben in eurer Nähe, wahrscheinlich ohne dass ihr groß Berührungspunkte mit ihnen habt.

Flüchtlinge sind aus ihrem Land geflohen, haben ihre Angehörigen und Freunde zurückgelassen, mit der Hoffnung auf (Über-)Leben. Sie haben meist eine sehr harte Zeit durchlebt, sowohl in ihrer Heimat, als auch auf der Flucht. Wenn sie in Deutschland ankommen, hoffen sie auf etwas Ruhe und Sicherheit. Auf etwas Durchatmen nach all den Strapazen, die sie durchgemacht haben, während sie um ihr Leben gekämpft haben.

Doch wie sieht es in Deutschland aus? Wie leben die Flüchtlinge hier?



Genau auf diese Situation macht seit Juni eine Floß-Demo quer durch Deutschland aufmerksam. Hier sind Frauen aktiv, die selbst Flüchtlinge sind. Die genau das durchgemacht haben. Und die nun gegen ihre Lebenssituation kämpfen, um endlich einmal unter Menschen würdigen Bedingen leben zu können. Gemeinsam mit der Band "Strom und Wasser" treten sie in den Städten auf, wo das Floß haltmacht. Sie legen in insgesamt 40 Städten an und möchten das Augenmerk auf die Belange von Flüchtlingen lenken. Die in unserer Nähe leben, ohne dass wir groß etwas von ihren Problemen mitbekommen.

Durch meine Weltenbummler-Freundin Kathrin (ich hatte hier (klick) schon mal von ihr erzählt) bin ich auf die Aktion aufmerksam geworden. Sie ist bereits einige Zeit auf dem Floß unterwegs und unterstützt die Frauen auf ihrem Weg durch die Flüsse und Kanäle in Deutschland.

Gestern hat das Floß Station in Dortmund gemacht. Da war ja klar, dass ich da auch hin muss, um mir das ganze anzusehen. An der Pauluskirche waren Info-Stände aufgebaut und die Floß-Leute waren vor Ort um mit den Menschen in Kontakt zu treten.


Und um 20 Uhr gabs es ein mitreißendes Konzert von "Strom und Wasser" in der Kirche. (Die Spielorte sind von Stadt zu Stadt verschieden. Dass es in Dortmund eine Kirche war, war eher Zufall.)


Die Band hat sehr nachdenklich stimmende Texte zu einer eindrucksvollen Musik gespielt. Der Sänger erzählte zwischen den einzelnen Liedern von seinen Erfahrungen und warum er sich gerade in diesem Bereich engagiert. Aber auch die Flüchtlingsfrauen selbst kamen zu Wort.



Kennt ihr zum Beispiel Napoli? Vielen ist sie ein Begriff in Bezug auf die Räumung vom Oranienplatz in Berlin. Da war sie diejenige, die fünf Tage auf einem Baum saß und sich nicht räumen ließ. An den ersten 3 Tagen hatte sie weder Essen noch Trinken bekommen. Auf Toilette konnte sie die ganze Zeit nicht. Aber sie hat durchgehalten, um für die Rechte von Flüchtlingen zu kämpfen. Napoli war gestern auch in der Pauluskirche und hat von sich und ihren Erfahrungen und ihren Forderungen berichtet.

Neben Napoli kamen auch andere Frauen zu Wort. Jede hat eine eigene Geschichte, einen eigenen Hintergrund. Aber alle haben die selben Forderungen. "Behandelt uns menschlich!" "Schaut hin und schaut, wie wir leben (müssen)!" "Niemand flieht freiwillig aus seiner Heimat. Lasst uns hier unter Menschwürdigen Bedingungen leben."

Wie ich gestern erfahren und heute nachgelesen habe, gibt es im Tierschutz eine Mindestgröße für Hundezwinger von 6 m². Für Flüchtlinge beträgt die Mindestgröße des Wohnraumes, je nach Bundesland, ab 3,5 m² aufwärts. Ist das noch menschlich? Doch das ist nur einer von vielen Punkten, die vor und während des Konzerts geschildert werden.

Geht selbst hin und informiert euch. Das Floß kommt in der nächsten Zeit bestimmt noch in eurer Nähe vorbei!

Hier findet ihr nähere Infos zu dem Floß und den Konzertterminen:

Und hier findet ihr nähere Infos zu:
Wart ihr vielleicht schon auf einem der Konzerte? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Seid ihr vielleicht selbst ein Flüchtling? Schreibt mir eure Sichtweisen in die Kommentare. Ich bin gespannt auf eure Sichtweisen!